The National Times - Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an

Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an


Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an
Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Wer ein neues E-Auto von BMW fährt, kann es künftig als Stromspeicher zur Verfügung stellen: BMW und der Stromanbieter Eon bieten erstmals eine technische Lösung für das sogenannte bidirektionale Laden an, wie sie am Montag mitteilten. Der BMW-Besitzer spart im Gegenzug bei seiner Stromrechnung.

Textgröße ändern:

"Das Angebot ermöglicht es, BMW Elektrofahrzeuge der Neuen Klasse, beginnend mit dem neuen BMW iX3, aktiv in das Stromnetz einzubinden, indem Energie aus dem Hochvoltspeicher des Fahrzeugs zurück in das Stromnetz gespeist werden kann", erklärten die beiden Unternehmen. Demnach wird jede Stunde, die das angeschlossene E-Auto Strom in das Netz abgibt, mit einer Gutschrift belohnt. Eon erlässt dann jährlich bis zu 720 Euro auf die Stromrechnung.

Beim bidirektionalen Laden nehmen Autos nicht nur Strom auf, sondern geben ihn auch wieder ab - sie dienen als Stromspeicher. In ausreichender Anzahl können Elektroautos so Schwankungen im Stromnetz von Angebot und Nachfrage ausgleichen. Die Bundesnetzagentur sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu mehr Netzstabilität und einem dezentralen, intelligenten Stromsystem.

Neben dem E-Auto benötigen Kunden dafür eine spezielle Wallbox von BMW, einen Stromliefervertrag mit Eon und ein intelligentes Stromnetzsystem (Smartmeter). Sie können dann einstellen, zu welchen Zeitpunkten sie gerne wie viel Strom im Akku haben möchten.

Zudem bieten der Autohersteller und der Energiekonzern weitere Gutschriften für nächtliches Laden. "Der nächtliche Ladevorgang zwischen null und sechs Uhr wird dabei automatisch auf einen optimalen Zeitraum gelegt", erklärten sie. "Das ist oftmals dann der Fall, wenn viel Strom im Netz auf geringe Nachfrage trifft." Kunden können so bis zu 240 Euro im Jahr sparen.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

Anthropic: KI wird zunehmend für Entwicklung neuer KI-Systeme eingesetzt

KI-Systeme könnten sich in der Zukunft selbst bauen: Dem KI-Unternehmen Anthropic zufolge wird bei der Entwicklung neuer KI-Modelle zunehmend KI selbst eingesetzt. Der Chatbot Claude des US-Unternehmens habe im August rund 26 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Anthropic übernommen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Claude könne noch nicht "vollständig autonom" arbeiten. Doch einen Großteil seiner Aufgaben erledige es weitgehend selbstständig unter menschlicher Aufsicht.

CDU-Generalsekretärin: Bis zu 25 Cent Entlastung beim Spritpreis

Die Beratungen in der Regierungskoalition über eine Entlastung vom hohen Spritpreis dauern an - CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann nannte erstmals konkrete Zahlen: "Eine Entlastung um irgendwie 21, 23, 25 Cent der Liter, finde ich, ist schon eine spürbare Entlastung", sagte sie. Die CDU ist für eine Mehrwertsteuersenkung, SPD-Chef Lars Klingbeil nicht dagegen. Der ADAC, das Handwerk und der DGB plädierten dagegen für eine Stromsteuersenkung.

Dieselpreis steigt auf weiteren Rekordwert - Benzinpreis leicht gesunken

Der Preis für Diesel an den deutschen Tankstellen hat am Donnerstag erneut einen neuen Höchststand erreicht. Im Tagesdurchschnitt lag der Preis pro Liter im bundesweiten Schnitt bei 2,471 Euro, wie der ADAC in München am Freitag mitteilte. Am Mittwoch hatte er bereits mit 2,453 Euro den vorherigen Rekord gebrochen. Der Benzinpreis sank hingegen leicht von 2,314 auf 2,308 Euro pro Liter.

Finanzminister Klingbeil pocht auf EU-weite Übergewinnsteuer

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen am Freitag in Dublin noch einmal betont, dass er eine EU-weite Übergewinnsteuer will. "Die EU-Kommission sollte hier jetzt sehr zügig handeln", sagte er dem Portal Politico. "Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus weiteren großen EU-Staaten wie Spanien und Polen ein."

Textgröße ändern: