The National Times - "Politbarometer": Große Mehrheit lehnt Vorwurf von zu wenig Arbeit deutlich ab

"Politbarometer": Große Mehrheit lehnt Vorwurf von zu wenig Arbeit deutlich ab


"Politbarometer": Große Mehrheit lehnt Vorwurf von zu wenig Arbeit deutlich ab
"Politbarometer": Große Mehrheit lehnt Vorwurf von zu wenig Arbeit deutlich ab / Foto: © AFP/Archiv

In der Debatte um die Arbeitszeit der Beschäftigten in Deutschland hat die deutsche Bevölkerung eine klare Meinung: In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" gaben nur 20 Prozent an, der Vorwurf aus Teilen der Union, in Deutschland werde zu wenig gearbeitet, sei gerechtfertigt. 75 Prozent sind gegenteiliger Ansicht - darunter auch 52 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der Union.

Textgröße ändern:

Nach der Ankurbelung der deutschen Wirtschaft befragt gaben jedoch in der Umfrage 48 Prozent an, es sei wichtig, dass hierzulande insgesamt mehr gearbeitet werde. 49 Prozent halten das für weniger oder gar nicht wichtig. Dabei betrachten die Älteren Mehrarbeit häufiger als wichtigen Beitrag zur Konjunktur als Jüngere.

Zuletzt hatte unter anderem Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit Äußerungen zu den Krankheitstagen der Beschäftigten in Deutschland für Kritik gesorgt. Außerdem kam aus dem Wirtschaftsflügel der CDU der Vorstoß, das Recht auf Teilzeit zu reformieren und an Bedingungen zu knüpfen.

Für das "Politbarometer" wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 03. bis zum 05. Februar 1289 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt. Das Institut erhob auch die sogenannte Sonntagsfrage - danach hätte die schwarz-rote Regierung aktuell keine parlamentarische Mehrheit. Die Union kam in der Umfrage unverändert auf 26 Prozent, gefolgt von der AfD mit 24 Prozent (minus eins) und der SPD mit unverändert 15 Prozent. Die Grünen kamen auf 13 Prozent und die Linke auf zehn Prozent.

A.Wood--TNT

Empfohlen

Spahn verteidigt Attest-Pflicht - Klingbeil verspricht "vernünftige Regelung"

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat die Koalitionsentscheidung zur Einführung einer verpflichtenden Krankschreibung verteidigt. Die Pflicht zur Vorlage eines Attests ab dem ersten Krankheitstag werde die Zahl der Krankmeldungen von Arbeitnehmerinnen und -nehmern reduzieren, sagte Spahn am Freitagmorgen im ZDF: "Wer tatsächlich vielleicht an dem jeweiligen Morgen nicht wirklich krank ist, aber noch überlegt, ob er hingehen sollte, der entscheidet sich dann im Zweifel vielleicht doch fürs Arbeiten."

Adoptionen in Deutschland sinken auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung

Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 3517 Kinder von Familien adoptiert und damit vier Prozent oder 145 weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit setzte sich der langfristige Rückgang fort.

Kanada startet neues Projekt für Öl-Pipeline Richtung Westküste

Kanada hat ein neues Pipeline-Projekt für den Transport von Öl aus Alberta an die Westküste des Landes gestartet. Das Vorhaben sei nun offiziell bei den Bundesbehörden eingereicht worden, sagte Premierminister Mark Carney am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Regierungschefin von Alberta, Danielle Smith, in Calgary. Die westliche Provinz British Columbia hatte sich lange gegen das Projekt gewehrt, willigte nun jedoch ein.

KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller

Die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben ihren Marktwert im ersten Halbjahr weiter deutlich gesteigert. Zusammengenommen waren die 100 teuersten Unternehmen weltweit Ende Juni 61,9 Billionen Dollar wert - 18 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, wie die Beratungsfirma EY am Freitag mitteilte. Besonders stark entwickelten sich erneut große US-Techkonzerne vor dem Hintergrund des KI-Booms.

Textgröße ändern: