The National Times - Sanktionierter russischer Öl-Konzern Lukoil verkauft Auslandsgeschäft an US-Investor

Sanktionierter russischer Öl-Konzern Lukoil verkauft Auslandsgeschäft an US-Investor


Sanktionierter russischer Öl-Konzern Lukoil verkauft Auslandsgeschäft an US-Investor
Sanktionierter russischer Öl-Konzern Lukoil verkauft Auslandsgeschäft an US-Investor / Foto: © AFP

Der russische Öl-Konzern Lukoil, der wegen des Ukraine-Kriegs von Washington mit Sanktionen belegt wurde, will seine Auslandsgeschäfte an einen US-Investor verkaufen. Die Investmentfirma Carlyle wolle die Vermögenswerte von Lukoil außerhalb Russlands übernehmen, erklärte der Konzern am Donnerstag. Ausgenommen davon seien die Lukoil-Investitionen in Kasachstan. Zudem müsse das US-Finanzministerium noch zustimmen. In der Zwischenzeit liefen die Gespräche mit anderen potenziellen Käufern weiter, erklärte Lukoil.

Textgröße ändern:

Die USA hatten die beiden größten russischen Öl-Konzerne, Lukoil und Rosneft, im Oktober auf ihre schwarze Liste sanktionierter Unternehmen gesetzt. Unternehmen, die weiterhin Geschäfte mit Lukoil und Rosneft machen, riskieren, den Zugang zu US-Banken, Handelsplätzen, Logistikdienstleistern und Versicherern zu verlieren.

Washington hatte Lukoil eine Frist von einem Monat gesetzt, um sein Auslandsgeschäft, das unter der Lukoil International GmbH zusammengefasst ist, zu verkaufen. Die Frist wurde aber immer wieder verlängert. Zu den umfangreichen Auslandsvermögen des Unternehmens gehören Anteile an Ölfeldern und Raffinerien auf der ganzen Welt, darunter im Irak, in Aserbaidschan, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Nigeria und Mexiko.

F.Hughes--TNT

Empfohlen

Bundesregierung: Vorerst keine weiteren Maßnahmen wegen Sprit- und Energiepreisen

Die Bundesregierung will vorerst keine weiteren Maßnahmen angesichts der gestiegenen Sprit- und Energiepreise auf den Weg bringen. Erste wichtige Schritte seien mit dem Spritpreispaket unternommen worden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag. "Diese Maßnahmen müssen erstmal in Kraft treten können und ihre Wirkung entfalten, bevor man weitere Maßnahmen in den Blick nimmt."

Verbraucherzentrale: Gericht ordnet Änderungen bei Tiktok an

Ein bayerisches Gericht hat die Videoplattform Tiktok nach Angaben von Verbraucherschützern zu Änderungen seiner Nutzeroberfläche verurteilt. Tiktok müsse App-Einstellungen zu seinem Empfehlungssystem sowie die Möglichkeiten zur Meldung rechtswidriger Inhalte einfacher zugänglich machen, erklärte die Verbraucherzentrale Bayern am Freitag. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig.

Reservegleise und mehr Puffer im Fahrplan: Vorschläge für pünktlichere Bahn

Reservegleise für verspätete Züge und mehr Puffer im Fahrplan: Eine vom Bundesverkehrsministerium eingerichtete Arbeitsgruppe hat eine Reihe von Maßnahmen für kurzfristige Verbesserungen der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn vorgelegt. Die "Taskforce zuverlässige Bahn", der Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Behörden, der Bahn und weiteren Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie von Verbänden und Gewerkschaften angehören, legte am Freitag ihren Abschlussbericht vor. Darin sind 22 Maßnahmen aufgeführt.

Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage

Der Bundestag hat am Freitag über eine stärkere Regulierung von Bluttests debattiert, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten von Kindern noch vor der Geburt festgestellt werden können. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern in einem fraktionsübergreifenden Antrag eine genauere Regelung, wann diese so genannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Textgröße ändern: