The National Times - DAK: Beschäftigte waren 2025 rund 19,5 Tage krank - Krankenstands-Gipfel gefordert

DAK: Beschäftigte waren 2025 rund 19,5 Tage krank - Krankenstands-Gipfel gefordert


DAK: Beschäftigte waren 2025 rund 19,5 Tage krank - Krankenstands-Gipfel gefordert
DAK: Beschäftigte waren 2025 rund 19,5 Tage krank - Krankenstands-Gipfel gefordert / Foto: © AFP/Archiv

Bei der Krankenkasse DAK versicherte Beschäftigte waren im vergangenen Jahr im Schnitt 19,5 Tage krankgeschrieben. "Der Krankenstand in Deutschland pendelt sich demnach auf einem hohen Niveau ein", erklärte die Kasse am Dienstag. Im Vorjahr 2024 wurde den Angaben zufolge im Schnitt mit 19,7 Fehltagen nur geringfügig mehr verzeichnet.

Textgröße ändern:

Der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm begrüßte vor diesem Hintergrund die vom Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestoßene Debatte um den "im internationalen Vergleich hohen Krankenstand". Er fordert einen Krankenstands-Gipfel im Kanzleramt. Ziel müsse es sein, "Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen an einen Tisch" zu bringen, um Ursachen und Lösungen zu diskutieren.

"Ein wichtiger Baustein kann die Einführung einer Teilkrankschreibung bei bestimmten Erkrankungen und Diagnosen sein", erklärte Storm weiter. Sie sei "bereits ein bewährtes Instrument in skandinavischen Ländern" und könne ein "wichtiges Instrument zur Senkung des Arbeitsausfalls" sein.

Das Berliner IGES Institut wertete im Auftrag der DAK-Gesundheit die Daten von rund 2,4 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten aus. Atemwegsprobleme, psychische Erkrankungen sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen waren demnach zusammen für rund die Hälfte aller Ausfalltage verantwortlich.

Im Vorjahresvergleich gab es 2025 bei den psychischen Erkrankungen einen Zuwachs von 6,9 Prozent auf rund 366 Fehltage je 100 Versicherte. Die Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen und Muskel-Skelett blieben hingegen mit 378 beziehungsweise 347 Tagen je 100 Versicherte weitgehend unverändert.

"Psychisch bedingte Krankschreibungen sind oft mit langen Ausfallzeiten verbunden", sagt DAK-Vorstandschef Storm. "Die Betriebe stehen vor der Herausforderung, eine hohe Zahl an Ausfalltagen wegen dieser Erkrankungen kompensieren zu müssen. Auch mit Blick auf die Wirtschaft ist Prävention das Gebot der Stunde."

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Regierungskreise: Einigung auf neuen Tankrabatt und Spritpreisdeckel

Die schwarz-rote Koalition hat sich wegen der hohen Preise an den Zapfsäulen auf einen neuen Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel geeinigt. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend aus Regierungskreisen erfuhr, soll der Tankrabatt bis Jahresende gelten. Für die Zeit danach ist ein Spritpreisdeckel geplant.

Kalifornien prüft "Notschalter" für Künstliche Intelligenz

In der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI) will der US-Bundesstaat Kalifornien eine Art Notschalter prüfen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das als eine Möglichkeit zur Kontrolle von KI einen solchen "kill switch" vorsieht - also einen Mechanismus, der ein KI-System bei Gefahr stoppt oder isoliert. Eine Reihe von KI-Unternehmen sind im Silicon Valley in Kalifornien angesiedelt.

Volkswagen kappt Gewinnerwartung für 2026

Der Volkswagen-Konzern hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. "Sondereffekte" würden das Konzernergebnis voraussichtlich um insgesamt rund zehn Milliarden Euro reduzieren, erklärte der Wolfsburger Konzern am Freitagnachmittag in einer Börsenmitteilung. Die Umsatzprognose behält VW demnach mit nun 315 Milliarden Euro im Wesentlichen bei, die Umsatzrendite reduziert sich jedoch auf nur ein Prozent statt der zuvor erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent.

Ex-OpenAI-Forscher: "Wir müssen die KI-Entwicklung im Wesentlichen abschalten"

Die führenden US-KI-Entwickler täuschen nach Auffassung des früheren OpenAI-Forschers Daniel Kokotajlo mit ihrer Forderung nach Regulierung für künstliche Intelligenz den Wunsch nach mehr Kontrolle nur vor. Anthropic, OpenAI, X und Google betrieben lediglich "Safety Washing", sagte Kokotajlo dem "Spiegel". Zugleich forderte der heutige Leiter des "AI Futures Project" im kalifornischen Berkeley die KI-Entwicklung von OpenAI oder Anthropic staatlich massiv einzuschränken. "Wir müssen die KI-Entwicklung im Wesentlichen abschalten."

Textgröße ändern: