The National Times - Italienischer Modeschöpfer Valentino im Alter von 93 Jahren gestorben

Italienischer Modeschöpfer Valentino im Alter von 93 Jahren gestorben


Italienischer Modeschöpfer Valentino im Alter von 93 Jahren gestorben
Italienischer Modeschöpfer Valentino im Alter von 93 Jahren gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Seine sinnlichen Kreationen für Hollywood-Größen wie Audrey Hepburn und Julia Roberts haben ihn weltberühmt gemacht: Der italienische Modeschöpfer Valentino ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Modeschöpfer mit dem bürgerlichen Namen Valentino Garavani starb in seiner Wohnung in Rom, wie seine Stiftung am Montag mitteilte. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Valentino als "ewiges Symbol der italienischen Haute Couture".

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Valentino sei "umgeben von seinen Lieben" gestorben, erklärte die von ihm und seinem langjährigen Partner Giancarlo Giammetti gegründete Stiftung in Onlinediensten. Seine Beisetzung ist für Freitag in Rom geplant. Am Mittwoch und Donnerstag können die Menschen an seinem aufgebahrten Sarg Abschied von dem legendären Designer nehmen.

Italiens Regierungschefin Meloni nannte Valentino einen "unbestrittenen Meister des Stils und der Eleganz und ewiges Symbol der italienischen Haute Couture". "Heute verliert Italien eine Legende", erklärte sie.

Die Modeschöpferin Donatella Versace nannte ihren Kollegen im Onlinedienst Instagram "einen wahren Maestro". Valentino werde "für seine Kunst für immer in Erinnerung bleiben".

Valentino galt als einer der weltweit bedeutendsten Designer der Haute Couture. Jahrzehntelang wurden seine Kleider - viele davon im berühmten "Valentino-Rot" - von Hollywood-Stars wie Elisabeth Taylor, Audrey Hepburn oder Julia Roberts und Gwyneth Paltrow getragen, aber auch von Lady Diana und Jackie Kennedy. Die letzte Kaiserin des Iran, Farah Pahlavi, floh nach der islamischen Revolution 1979 aus dem Land in einem Valentino-Mantel.

Valentino wurde im Mai 1932 in Voghera südlich von Mailand geboren. Schon als Junge wünschte sich der nach dem Stummfilmstar Rudolph Valentino benannte Sohn eines Elektrokabel-Unternehmens maßgefertigte Schuhe und begeisterte sich für Mode. "Diese Schwäche habe ich seit meiner Kindheit", gestand er 2007 der italienischen Ausgabe der Zeitschrift "Elle" und fügte hinzu: "Ich mag nur schöne Dinge."

Männer "ohne Krawatte, im Pullover" und Frauen "mit vulgärem Make-up und formlosen Hosen" waren nicht nach seinem Geschmack. Dies zeugte aus seiner Sicht "von mangelnder Erziehung und fehlendem Selbstwertgefühl".

Im Alter von 17 Jahren verließ Valentino sein Elternhaus in Richtung Paris. Maßgeblich geprägt wurde seine Ästhetik von dem französischen Designer Christian Dior, der damals in den Nachkriegsjahren mit seinem opulenten Stil die Modebranche revolutionierte.

Auch Valentino setzte zeit seines Lebens auf sinnliche, figurbetonte Designs. In einem Interview mit dem Magazin "The New Yorker" sagte er 2025: "Ich liebe Frauen, die gerne essen, die einen Körper haben, die Frauen sind und keine Strichfiguren."

Im Jahr 1960 eröffnete Valentino gemeinsam mit seinem Partner Giammetti sein eigenes Modehaus in Rom - und machte daraus binnen weniger Jahre eine internationale Topadresse. Für viele galt der glamouröse Italiener als Symbol des Dolce Vita der 60er Jahre.

In den folgenden Jahren kleidete Valentino Stars wie Anita Ekberg, Sophia Loren und Liz Taylor ein. Doch zum Wendepunkt in seiner Karriere wurde die Begegnung mit Jackie Kennedy im Jahr 1964. Die Garderobe der Ehefrau des US-Präsidenten John F. Kennedy trug fortan seine Handschrift. Alle Blicke zog die Kennedy-Witwe 1968 auf sich, als sie für ihre zweite Ehe mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis ein elfenbeinfarbenes spitzenbesetztes Hochzeitskleid von Valentino trug.

1970 eröffnete Valentino schließlich als erster italienischer Designer eine Boutique in New York. Er galt als einer der Botschafter der italienischen Mode, war aber auch Frankreich eng verbunden: 2006 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.

Auf dem Laufsteg wie privat strahlte Valentino Glamour und Luxus bis ins kleinste Detail aus - von seiner makellosen Frisur bis zu seinem sorgfältig gepflegten Teint. Mit seinem Privatjet pendelte er zwischen seinem Palast in Rom, seinem New Yorker Apartment, seinem Schloss bei Paris, seinem Chalet in der Schweiz und seiner Yacht - meist umgeben von seinen fünf Mops-Hunden.

Anfang 2008 zog sich Valentini aus dem Modegeschäft zurück. Drei Jahre zuvor hatte er sich im "New Yorker" zufrieden über sein Leben gezeigt: "Irgendwann kommt man ans Ende. Und wenn es soweit ist, hoffe ich, dass man sich an mich als einen Mann erinnert, der nach Schönheit strebte, wann immer er konnte."

A.Wood--TNT

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