The National Times - Mehrwertsteuersenkung in Gastronomie: Nur 13 Prozent erwarten sinkende Preise

Mehrwertsteuersenkung in Gastronomie: Nur 13 Prozent erwarten sinkende Preise


Mehrwertsteuersenkung in Gastronomie: Nur 13 Prozent erwarten sinkende Preise
Mehrwertsteuersenkung in Gastronomie: Nur 13 Prozent erwarten sinkende Preise / Foto: © AFP/Archiv

Nur eine Minderheit von 13 Prozent glaubt einer Umfrage zufolge an sinkende Preise durch die rund zwei Wochen geltende Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie. Das geht aus einer Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

Textgröße ändern:

41 Prozent der Menschen in Deutschland glauben demnach allerdings, dass die Senkung hilft, die Preise für Speisen in der Gastronomie trotz allgemein steigender Kosten stabil zu halten. 38 Prozent rechnen mit steigenden Gewinnen bei den Betreibern von Restaurants, Bars und Gaststätten.

Die Experten in Nürnberg erklärten weiter, dass etwa gleich viele Befragte jeweils "geringfügige Vorteile für sich selbst in Form stabiler Preise" sowie "Vorteile für die Betriebe durch verbesserte Ertragslagen" erwarteten. Damit seien die Menschen in Deutschland gegenüber der Mehrwertsteuersenkung "überraschenderweise" mehrheitlich überwiegend "indifferent bis eher positiv" eingestellt, während die gesamtwirtschaftliche Wirkung des Schrittes in Fachkreisen insgesamt verbreitet skeptisch beurteilt werde.

Die Mehrwertsteuer auf in Restaurants oder Cafés verkaufte Speisen war zum 1. Januar dauerhaft auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent gesenkt worden. Für Getränke liegt sie weiterhin bei 19 Prozent. Die Bundesregierung aus Union und SPD will mit der Maßnahme, die auf Betreiben der CSU in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde,die Gastronomiebranche stabilisieren. Branchenverbände begrüßten den Schritt. Opposition und Ökonomen kritisierten ihn als Wahlgeschenk.

Der Befragung zufolge meinen 29 Prozent der Befragten oder etwa jeder Dritte, künftig häufiger in Gastronomiebetrieben einzukehren. 41 sind unentschieden. 38 Prozent halten es für unwahrscheinlich, dass sie dies häufiger tun werden. Dies seien "vorsichtige Hoffnungssignale" für die Branche, hieß es in der Studie weiter. Diese Entwicklung sei aber wohl nur begrenzt auf die Mehrwertsteuersenkung zurückzuführen, weil die Menschen dadurch keine spürbaren Preisrückgänge erwarteten.

Befragt wurden zwischen dem 2. und 7. Januar bundesweit 1010 Menschen, die den Angaben nach die Bevölkerung repräsentieren.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Trotz Kritik: Wirtschaftsministerin Reiche will Förderung von Solaranlagen stutzen

Trotz starker Kritik an bereits vor Wochen bekannt gewordenen Entwürfen hält Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) daran fest, die Förderung privater Solaranlagen stark zu reduzieren. Die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen soll wegfallen und Betreiber kleiner Anlagen sollen ihren Strom selbst vermarkten, wie es am Freitag aus Kreisen von Reiches Ministeriums hieß. Eine entsprechende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes befinde sich nun in der "Frühkoordinierung" mit den anderen Ressorts.

Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Beteiligung am Völkermord an der Volksgruppe der Jesiden ist in Paris ein französischer Dschihadist in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Schwurgericht befand Sabri Essid am Freitag des Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Mittäterschaft bei diesen Verbrechen für schuldig. Es wird angenommen, dass Essid, der sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatte, tot ist.

Russische Schattenflotte: Französische Marine setzt Öltanker im Mittelmeer fest

Die französische Marine hat im Mittelmeer einen Öltanker aufgebracht, der auf der EU-Liste für Schiffe der russischen Schattenflotte steht. Am Freitagmorgen hätten Soldaten die "Denya" abgefangen und geentert, die der russischen Schattenflotte angehöre, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. Der Iran-Krieg werde Frankreich nicht von einer weiteren Unterstützung der Ukraine abhalten, schrieb Macron weiter.

Wirtschaftsministerium für erhebliche Einschnitte bei Förderung privater Solaranlagen

Das Bundeswirtschaftsministerium schlägt erhebliche Einschnitte bei der Förderung privater Solaranlagen vor. Die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen soll wegfallen, wie es am Freitag aus Kreisen des Ressorts von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hieß. Betreiber neuer Anlagen sollen ihren Strom zudem selbst vermarkten müssen.

Textgröße ändern: