The National Times - Immobilienskandal in Südfrankreich: Sieben Jahre Haft für Hauptangeklagte

Immobilienskandal in Südfrankreich: Sieben Jahre Haft für Hauptangeklagte


Immobilienskandal in Südfrankreich: Sieben Jahre Haft für Hauptangeklagte
Immobilienskandal in Südfrankreich: Sieben Jahre Haft für Hauptangeklagte / Foto: © AFP

In einem der größten Immobilienskandale Frankreichs hat ein Gericht in Marseille die beiden Hauptangeklagten am Donnerstag zu einer Haftstrafe von je sieben Jahren ohne Bewährung verurteilt. Jean und Viviane Badache, ein Ehepaar im Alter von 71 und 69 Jahren, wurde schuldig befunden, durch die Vermittlung von Krediten zu fragwürdigen Bedingungen zahlreiche Kunden in die Verschuldung getrieben zu haben. Der Gesamtschaden wird auf 1,2 Milliarden Euro beziffert.

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Jean Badache wurde zu einer Strafe in Höhe von 2,5 Millionen Euro verurteilt. Das Gericht ordnete zudem die Beschlagnahmung von Vermögen des Ehepaares im Wert von 20 Millionen Euro an, darunter Bargeld, Immobilien und Schmuck.

Das Unternehmen Apollonia verlangte von den Kunden, zahlreiche Blanko-Dokumente zu unterschreiben. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft brachte es die Kunden dazu, zahlreiche Kredite aufzunehmen. Es gaukelte ihnen vor, diese durch Mieteinnahmen und Steuererleichterungen finanzieren zu können. Dabei nahm es zwischen 2004 und 2009 Kommissionen in Höhe von 115 Millionen Euro ein.

Die Staatsanwaltschaft hatte für das Ehepaar die Höchststrafe von zehn Jahren Haft gefordert. Die beiden Hauptangeklagten hatten während des Prozesses die Vorwürfe von sich gewiesen und ihren ehemaligen Kunden die Schuld zugeschoben. Bei dem Prozess hatten sich 750 Nebenkläger gemeldet.

O.Nicholson--TNT

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