The National Times - Landwirte protestieren mit 350 Traktoren in Paris gegen Mercosur-Abkommen

Landwirte protestieren mit 350 Traktoren in Paris gegen Mercosur-Abkommen


Landwirte protestieren mit 350 Traktoren in Paris gegen Mercosur-Abkommen
Landwirte protestieren mit 350 Traktoren in Paris gegen Mercosur-Abkommen / Foto: © AFP

Mit mehr als 350 in der Nähe der Nationalversammlung geparkten Traktoren haben französische Landwirte am Dienstag gegen das Mercosur-Abkommen und die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft protestiert. "Macron - Verrat" und "Schluss mit den Vorschriften" war auf Transparenten zu lesen. Protestierende kippten aus einem Lastfahrzeug zahlreiche Kartoffeln vor der Nationalversammlung aus.

Textgröße ändern:

"Wir sind am Ende, seit drei Jahren können wir uns kein Einkommen in unserem Betrieb erarbeiten", sagte der 56 Jahre alte Guillaume Moret, der mit seinem Traktor aus dem benachbarten Département Val d'Oise gekommen war.

Vertreter des Bauernverbands FNSEA wurden am Nachmittag im Kabinett des Premierministers Sébastien Lecornu empfangen. Die Landwirte verlangen unter anderem den Stopp von Wasserbeschränkungen und weniger Auflagen beim Einsatz von Düngemitteln. Die Regierung hatte am Freitag Hilfsmaßnahmen in Höhe von 300 Millionen Euro angekündigt, die jedoch noch von der Verabschiedung des Haushalts abhängen.

Die jüngste Protestwelle hatte sich an dem Umgang der Regierung mit einem Rindervirus entzündet. Um dessen Ausbreitung zu verhindern, waren Ende 2025 mehrere Tausend Rinder vorsorglich notgeschlachtet worden.

Die bevorstehende Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten befeuerte die Proteste weiter. Französische Landwirte fürchten die Konkurrenz durch günstigere südamerikanische Produkte, unter anderem Rindfleich, Geflügel und Zucker.

Die 27 EU-Mitgliedstaaten hatten sich am Freitag nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen auf das Freihandelsabkommen geeinigt, Frankreich und weitere Länder stimmten dagegen. Das Abkommen soll am Samstag in Paraguay unterzeichnet werden und eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen. Das EU-Parlament muss dem Handelsvertrag noch zustimmen.

Im Kern sieht das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay den Wegfall der meisten Zölle vor. Die EU-Kommission verspricht sich davon eine Steigerung der EU-Exporte in die südamerikanischen Länder um bis zu 39 Prozent. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe nach Europa.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Iran-Krieg: Ölpreis steigt um fünf Prozent

Vor dem Hintergrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran ist der Ölpreis weiter angestiegen. An der Chicagoer Börse legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI am Dienstagabend gegen 23.30 Uhr um fünf Prozent auf 87,65 Dollar (75,49 Euro) zu. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) beriet derweil in einer Sondersitzung über eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölvorräten.

Gewerkschaft ruft zu Streiks bei Lufthansa und Cityline am Donnerstag und Freitag auf

Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline müssen sich am Donnerstag und Freitag auf Flugstreichungen und -verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung (VC) rief am Dienstag zu zweitägigen Streiks bei der Kernmarke Lufthansa, ihrer Frachttochter Cargo sowie bei Cityline auf. Die Pilotinnen und Piloten sollen von Donnerstag um 00.01 Uhr bis Freitag um 23.59 Uhr die Arbeit niederlegen.

Serienhit "Heated Rivalry": Hauptdarsteller Williams verurteilt Hasskommentare

Hauptdarsteller Hudson Williams aus der Erfolgsserie "Heated Rivalry" hat sich in aller Schärfe unter anderem gegen "homophobe, biphobe" und andere Hasskommentare gestellt. Wer solche Kommentare verbreite, solle sich nicht "Fan" nennen, schrieb Williams am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst Instagram. Der Serienstar kritisierte unter anderem auch altersdiskriminierende und frauenfeindliche Kommentare. "Keiner von uns braucht eure hasserfüllte 'Liebe'", fügte er hinzu.

Verdi: Keine Fortschritte bei Tarifverhandlungen für hessische Landesbeschäftigte

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 58.000 angestellten Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Hessen hat es aus Sicht der Gewerkschaft Verdi keine Fortschritte gegeben. Ein Angebot der Arbeitgeberseite habe es in der seit Montag andauernden zweiten Runde nicht gegeben, teilte Verdi am Dienstag mit.

Textgröße ändern: