The National Times - Hochststand: 14,1 Millionen Menschen legen Geld in Aktien und Aktienfonds an

Hochststand: 14,1 Millionen Menschen legen Geld in Aktien und Aktienfonds an


Hochststand: 14,1 Millionen Menschen legen Geld in Aktien und Aktienfonds an
Hochststand: 14,1 Millionen Menschen legen Geld in Aktien und Aktienfonds an / Foto: © AFP

So viele Menschen wie noch nie in Deutschland haben im vergangenen Jahr Geld in Aktien oder Aktienfonds angelegt. Ihre Zahl stieg im Vorjahresvergleich um rund zwei Millionen auf 14,1 Millionen, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Dienstag mitteilte. DAI-Chefsvolkswirt Gerrit Fey sagte, das gesteigerte Aktieninteresse werde vor allem von der jungen Generation unter 40 Jahren getragen.

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Mit dem Anstieg auf 14,1 Millionen Aktionäre habe sich der "sehr positive Langfristtrend" verstetigt, sagte Fey. Im Jahr 2006 hatte das Institut 10,3 Millionen Aktionäre ermittelt. Einen kräftigen Anstieg auf 12,4 Millionen gab es im Jahr 2020.

Wer aktuell am Aktienmarkt investiert, wählt laut DAI meist einen ETF (Exchange Traded Funds), der die Wertentwicklung eines Index abbildet, oder einen anderen Aktienfonds. Diese Option wählten im vergangenen Jahr hochgerechnet 9,2 Millionen Menschen. Zwei Millionen Menschen legten Aktien einzelner Unternehmen in ihr Depot, 2,9 Millionen Menschen kombinierten direkte und indirekte Investments.

Dabei werden Sparpläne, also Daueraufträge für den regelmäßigen Kauf von Aktien oder Aktienfonds wie ETFs, laut DAI "immer beliebter". Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 5,3 Millionen Menschen einen Sparplan für den regelmäßigen Kauf von Aktien und Aktienfonds genutzt, 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit seien Sparpläne ein "wesentlicher Faktor der guten Entwicklung insgesamt". Besonders beliebt sind Sparpläne bei den Besitzern von ETFs: Sie setzen zu über 50 Prozent auf dieses Instrument.

Vor allem junge Menschen legen Geld mittlerweile in Aktien und Fonds an: In der Altersgruppe unter 40 Jahren waren es 2025 insgesamt 4,9 Millionen, darunter 1,2 Millionen "neue" Anlegerinnen und Anleger. Seit 2024 sind die Jungen unter 40 damit die "stärkste Gruppe", wie das DAI weiter mitteilte. "Es wächst eine neue Generation an Aktienanlegerinnen und -anlegern heran, die mit dem Thema auch ganz natürlich umgeht", sagte Fey. Unter-40-Jährige investieren am liebsten in einen ETF oder Sparplan, ältere Menschen in gemanagte Aktienfonds.

Auch 2025 galt: Eine Aktienanlage besitzen eher Männer und Menschen mit höherem Einkommen. Die Zahl der Anlegerinnen stieg im vergangenen Jahr aber kräftig um 24 Prozent auf 5,4 Millionen, hob das Institut hervor.

Die Leiterin des DAI-Hauptstadtbüros, Birgit Homburger, verwies auf die von der Bundesregierung geplante Frühstartrente: In Ländern mit einer solchen Maßnahme hätten Frauen und Männer einen gleichen Anteil an Aktienanlagen. In Deutschland werde dies einen ebensolchen Effekt haben, prognostizierte Homburger.

Die Aktionärszahlen beruhen auf einer repräsentativen Umfrage; in zehn Wellen werden rund 28.000 Menschen ab 14 Jahren nach ihrem Anlageverhalten befragt.

Das DAI wird von großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland getragen. Das Institut hob am Dienstag hervor, dass sich mit einem Sparplan auf Aktien des Deutschen Aktienindex (Dax) in den vergangenen 20 Jahren ein Ertrag von fast neun Prozent pro Jahr erwirtschaften ließ. 2024 war der Dax um 19 Prozent gestiegen, 2025 um 23 Prozent.

S.Cooper--TNT

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