The National Times - Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0 - fünf Milliarden Euro für Schulen

Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0 - fünf Milliarden Euro für Schulen


Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0 - fünf Milliarden Euro für Schulen
Bund und Länder einigen sich auf Digitalpakt 2.0 - fünf Milliarden Euro für Schulen / Foto: © AFP/Archiv

Bund und Länder haben sich auf eine Neuauflage des Digitalpakts geeinigt. Der Digitalpakt 2.0 fördert die Digitalisierung von Schulen mit fünf Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren, wie Bund- und Ländervertreterinnen am Donnerstag nach einer Sitzung der Bildungsministerkonferenz in Berlin bekannt gaben. Die Präsidentin der Konferenz und Bildungsministerin in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg (Linke), nannte die Einigung "ein starkes Signal für unsere Schulen". Bund und Länder würden gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Textgröße ändern:

Die fünf Milliarden Euro werden jeweils zur Hälfte von Bund und Länder finanziert. Offiziell läuft der Digitalpakt 2.0 bis 2030. Er muss aber noch ratifiziert werden.

Der 2019 ins Leben gerufene erste Digitalpakt Schule war letztes Jahr im Mai ausgelaufen. Vor allem wegen ungeklärter Finanzierungsfragen verständigten sich Bund und Länder erst im Dezember über eine Nachfolgeregelung. Diese wurde aber aufgrund des Bruchs der Ampel-Koalition nicht mehr verabschiedet.

Bund und Länder einigten sich nach Angaben Oldenburgs nun einstimmig auf den Digitalpakt 2.0. Dieser zeichnet sich der Ministerin zufolge unter anderem durch "wahnsinnig vereinfachte" Antragsverfahren aus. "Das heißt: Die Mittel sind wesentlich schneller an den Schulen."

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) zeigte sich am Donnerstag "sehr froh, dass es gelungen ist", den Digitalpakt 2.0 nun fertig zu verhandeln. Die Gelder davon würden nicht nur in Geräte und Software investiert, sondern auch in die sinnvolle Umsetzung, also zum Beispiel in Fortbildungen von Lehrkräften. Prien hob zudem hervor, dass der Pakt rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft treten soll, um Anschlussfinanzierungen von Geräten und Infrastruktur sicherzustellen.

Begrüßt wurde die Einigung auch von der Opposition. "Endlich gibt es Planungssicherheit für die digitale Bildung", erklärte die Grünen-Bildungspolitikerin Anja Reinalter. Sie kritisierte zwar die späte Einigung und ein zu geringes Volumen des Digitalpakts, nannte die Einigung aber trotzdem "ein wichtiges Zeichen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulträger".

Von "einer sehr guten Nachricht für alle Schülerinnen und Schüler, aber auch für ihre Lehrerinnen und Lehrer" sprach auch der Präsident des Branchenverbands Bitkom, Ralf Wintergerst. "Nach einer jahrelangen Hängepartie erhalten die Schulen nun endlich Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre und können ihre Digitalisierung konsequent vorantreiben."

Wintergerst sieht "einen Durchbruch für die digitale Bildung in Deutschland". Entscheidend sei es nun, dass die Mittel schnell, unbürokratisch und zielgerichtet in den Schulen ankommen, mahnte der Verbandschef.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Grüne kritisieren Tankrabatt als "Wahnsinn"

Die Grünen im Bundestag haben die Einigung zwischen Bund und Länder auf einen Tankrabatt von 17 Cent bis Jahresende als "Wahnsinn" kritisiert. "Der Tankrabatt ist zurück. Was für ein Wahnsinn", sagte Fraktionsvize Andreas Audretsch den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben). "Das Geld muss im Geldbeutel der Menschen ankommen, nicht in den Taschen der Ölkonzerne", fügte er hinzu.

Regierungskreise: Einigung auf neuen Tankrabatt und Spritpreisdeckel

Die schwarz-rote Koalition hat sich wegen der hohen Preise an den Zapfsäulen auf einen neuen Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel geeinigt. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend aus Regierungskreisen erfuhr, soll der Tankrabatt bis Jahresende gelten. Für die Zeit danach ist ein Spritpreisdeckel geplant.

Kalifornien prüft "Notschalter" für Künstliche Intelligenz

In der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI) will der US-Bundesstaat Kalifornien eine Art Notschalter prüfen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das als eine Möglichkeit zur Kontrolle von KI einen solchen "kill switch" vorsieht - also einen Mechanismus, der ein KI-System bei Gefahr stoppt oder isoliert. Eine Reihe von KI-Unternehmen sind im Silicon Valley in Kalifornien angesiedelt.

Volkswagen kappt Gewinnerwartung für 2026

Der Volkswagen-Konzern hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. "Sondereffekte" würden das Konzernergebnis voraussichtlich um insgesamt rund zehn Milliarden Euro reduzieren, erklärte der Wolfsburger Konzern am Freitagnachmittag in einer Börsenmitteilung. Die Umsatzprognose behält VW demnach mit nun 315 Milliarden Euro im Wesentlichen bei, die Umsatzrendite reduziert sich jedoch auf nur ein Prozent statt der zuvor erwarteten 4,0 bis 5,5 Prozent.

Textgröße ändern: