The National Times - Zoll-Schock: Trump verkündet Milliardenhilfen für US-Bauern

Zoll-Schock: Trump verkündet Milliardenhilfen für US-Bauern


Zoll-Schock: Trump verkündet Milliardenhilfen für US-Bauern
Zoll-Schock: Trump verkündet Milliardenhilfen für US-Bauern / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat Agrarhilfen im Umfang von zwölf Milliarden Dollar (gut zehn Milliarden Euro) verkündet, um die Folgen seiner Zollpolitik abzufedern. Der Präsident sagte am Montag bei einem Treffen mit Branchenvertretern im Weißen Haus, seine Regierung wolle "amerikanische Landwirte schützen und verteidigen". Durch den von Trump angettelten Handelskonflikt mit China und anderen Ländern sind US-Bauern unter Druck geraten.

Textgröße ändern:

Der Großteil der Agrarsubventionen soll nach Angaben aus Washington als Einmalzahlung fließen und über die Zolleinnahmen finanziert werden. "Wir lieben unsere Landwirte", sagte Trump dazu bei einem Runden Tisch mit Agrarvertretern - und die Bauern liebten ihn.

Viele US-Landwirte hatten bei der Präsidentschaftswahl vor einem Jahr für den Vertreter der "Amerika zuerst"-Politik (America first) gestimmt, sehen sich nun aber scharfem Gegenwind ausgesetzt. So hatte etwa China auf die Trump-Zölle mit Importaufschlägen auf Sojabohnen reagiert. Die Soja-Farmer in den USA wurden davon hart getroffen.

Ende Oktober verkündete Trump dann, China werde im Rahmen einer vorläufigen Einigung "riesige Mengen" US-Sojabohnen kaufen. Peking bestätigte dies jedoch nicht.

Bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) hatte Trump US-Landwirte mit rund 23 Milliarden Dollar unterstützt. Damals erlitten die Bauern Exporteinbußen von schätzungsweise mehr als 27 Milliarden Dollar durch die Zölle des Republikaners.

Am Dienstag will Trump bei einer Ansprache im US-Bundesstaat Pennsylvania für seine Wirtschaftspolitik werben. Mehrere Unternehmen und Bundesstaaten haben seine Zollpolitik vor Gerichten angefochten und in ersten Instanzen Recht bekommen. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Washington wird im kommenden Jahr erwartet.

P.Barry--TNT

Empfohlen

BKA-Präsident Münch offen für strengere Altersgrenzen bei Social-Media-Nutzung

BKA-Präsident Holger Münch ist offen für strengere Altersgrenzen bei der Social-Media-Nutzung. "In den sozialen Netzwerken gibt es bis heute keinen Jugendschutz", sagte Münch den Zeitungen der Funke Mediengruppe in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Er halte die Debatte um Altersbeschränkungen daher für "nachvollziehbar".

US-Jury: Elon Musk hat Aktionäre vor dem Kauf von Twitter getäuscht

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk hat nach Auffassung einer US-Jury vor seinem Kauf von Twitter im Jahr 2022 die Aktionäre des Onlinedienstes getäuscht, um den Aktienkurs des Unternehmens zu drücken. Das nach einem dreiwöchigen Prozess vor einem Bundesgericht in San Francisco am Freitag gefällte Urteil bedeutet, dass der reichste Mann der Welt zu Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe verpflichtet werden könnte. Musk will das Urteil jedoch anfechten.

Trotz Kritik: Wirtschaftsministerin Reiche will Förderung von Solaranlagen stutzen

Trotz starker Kritik an bereits vor Wochen bekannt gewordenen Entwürfen hält Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) daran fest, die Förderung privater Solaranlagen stark zu reduzieren. Die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen soll wegfallen und Betreiber kleiner Anlagen sollen ihren Strom selbst vermarkten, wie es am Freitag aus Kreisen von Reiches Ministeriums hieß. Eine entsprechende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes befinde sich nun in der "Frühkoordinierung" mit den anderen Ressorts.

Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Beteiligung am Völkermord an der Volksgruppe der Jesiden ist in Paris ein französischer Dschihadist in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Schwurgericht befand Sabri Essid am Freitag des Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Mittäterschaft bei diesen Verbrechen für schuldig. Es wird angenommen, dass Essid, der sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatte, tot ist.

Textgröße ändern: