The National Times - US-Arbeitsmarkt schwächelt - Unsicherheit vor Fed-Entscheidung

US-Arbeitsmarkt schwächelt - Unsicherheit vor Fed-Entscheidung


US-Arbeitsmarkt schwächelt - Unsicherheit vor Fed-Entscheidung
US-Arbeitsmarkt schwächelt - Unsicherheit vor Fed-Entscheidung / Foto: © AFP

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA hat sich weiter eingetrübt. Im September stieg die Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt auf 4,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Chancen für eine erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank Fed im Dezember könnten damit noch geringer sein als bisher angenommen.

Textgröße ändern:

Die Signale vom Arbeitsmarkt sind laut Ministerium allerdings widersprüchlich. So wurden im September im Vergleich zum Vormonat zwar 119.000 Jobs geschaffen - gut doppelt so viele wie von Experten erwartet. Zugleich korrigierte die Regierung die August-Zahlen aber nach unten: In dem Sommermonat gingen demnach 4000 Arbeitsplätze verloren. Bisher ging das Ministerium von einem Zuwachs um 22.000 Jobs aus.

Im Vergleich zum September 2024 ist der Trend deutlich sichtbar: Im Jahresvergleich waren in den USA 700.000 Menschen mehr arbeitslos. Dies betraf laut den Ministeriumsangaben vor allem Frauen und Menschen asiatischer Herkunft. Besonders viele Arbeitsplätze gingen demnach in der Logistikbranche und im öffentlichen Dienst verloren. Seit dem erneuten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar verloren alleine 97.000 Bundesbedienstete ihren Job.

Die Unsicherheit ist auch mit fehlenden Daten begründet: Wegen der längsten Haushaltssperre der US-Geschichte zwischen Anfang Oktober und dem 13. November kann die Regierung nach eigenen Angaben keine Zahlen für den Oktober vorlegen.

Am 10. Dezember gibt die Fed nach zweitägigen Beratungen die nächste Leitzinsentscheidung bekannt. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Notenbank gaben bei der letzten Sitzung Ende Oktober "viele Teilnehmer" an, "dass es angesichts ihrer wirtschaftlichen Prognosen wahrscheinlich angemessen sei, den Zielkorridor für den Rest des Jahres unverändert zu lassen".

Im Oktober hatte die Fed den maßgeblichen Zinssatz zum zweiten Mal binnen sechs Wochen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Er liegt derzeit in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,0 Prozent. Trump drängt die Fed seit Monaten zu einem deutlich stärkeren Zinsschnitt. Der Immobilienunternehmer will damit unter anderem Kredite für Häuser und Wohnungen günstiger machen.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Woidke entsetzt über ausländerfeindlichen Vorfall in Diskothek

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich entsetzt über einen ausländerfeindlichen Vorfall in einer Diskothek im Landkreis Elbe-Elster geäußert. Ähnlich wie bei einem früheren Vorfall in Sylt hatten Jugendliche den Song "L'amour toujours" dort mit rassistischen Gesängen "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus" unterlegt. Woidke schrieb dazu im Portal Instagram, er sei "fassungslos" angesichts solcher "Nazi-Parolen" und: "Wir dürfen dazu niemals schweigen."

"Spiegel": Weimer lässt Listen von Kultur-Jurymitgliedern erstellen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) lässt laut einem Bericht des "Spiegel" Listen der mit Kulturförderung befassten Jurymitglieder erstellen. Das Magazin beruft sich auf ihm vorliegende E-Mails, in denen solche Aufstellungen angefordert würden. Ziel sei, sich einen Überblick über jurybasierte Verfahren zu verschaffen, hieß es demnach.

Haushaltsstreit: Trump will ICE-Mitarbeiter an Flughäfen einsetzen

Im Streit um die Bezahlung des Sicherheitspersonals an Flughäfen hat US-Präsident Donald Trump einen baldigen Einsatz von Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE in Aussicht gestellt. Sollten die oppositionellen Demokraten nicht umgehend eine Vereinbarung im Haushaltsstreit unterzeichnen, werde er die "brillanten und patriotischen ICE-Mitarbeiter an die Flughäfen versetzen", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dort würden sie "für Sicherheit sorgen, wie man es noch nie zuvor gesehen hat".

Trump: Iran hat 48 Stunden für Öffnung von Straße von Hormus - Sonst werden Kraftwerke zerstört

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des Landes gedroht. "Wenn der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden ab genau diesem Zeitpunkt vollständig und ohne Bedrohung öffnet, werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte Trump am Samstagabend (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.

Textgröße ändern: