The National Times - Netzagentur will schnellere Abschreibungen für Pipelines zu LNG-Terminals

Netzagentur will schnellere Abschreibungen für Pipelines zu LNG-Terminals


Netzagentur will schnellere Abschreibungen für Pipelines zu LNG-Terminals
Netzagentur will schnellere Abschreibungen für Pipelines zu LNG-Terminals / Foto: © AFP

Im Rennen um den Aufbau einer Infrastruktur zur Einfuhr von Flüssigerdgas will die Bundesnetzagentur durch kürzere Abschreibungszeiträume die finanziellen Unsicherheiten für Investoren reduzieren. Wie die Behörde am Mittwoch in Bonn mitteilte, sollen Netzbetreiber neue Anschlusspipelines für sogenannte LNG-Terminals künftig "deutlich schneller" als bisher abschreiben können und so über Netzentgelte auch wieder verdienen können. "Dies beseitigt Investitionsunsicherheiten und schafft Anreize zur Erhöhung der Versorgungssicherheit", erklärte sie weiter.

Textgröße ändern:

Deutschland will mit Hilfe von verflüssigtem Erdgas (LNG) schnellstmöglich von russischen Erdgasimporten unabhängig werden. Hintergrund sind die geopolitischen und geoökonomischen Verwerfungen durch den russischen Angriff auf die Ukraine. Derzeit wachsen Befürchtungen vor einer Gasknappheit in den kommenden Monaten, sollte Russland seine Lieferungen weiter reduzieren. LNG wird in speziellen Tankschiffen transportiert. In Deutschland fehlt es noch an Terminals, wo sie entladen werden können.

Bei den von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Plänen handelt es sich konkret um einen Entwurf zur sogenannten Festlegung über kalkulatorische Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen. Dieser soll nach deren Angaben "Voraussetzungen für eine zeitnahe Refinanzierung von neu errichteten Anbindungsleitungen für LNG-Anlagen" schaffen. Bislang handelt es sich um einen Entwurf. Zunächst können Marktakteure bis 26. August Stellung nehmen.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Urteil: Meta haftet für Fake-Werbung auf Instagram und Facebook

Wenn unbekannte Dritte in betrügerischer Absicht das Logo eines Unternehmens und Bilder seines bekannten Gründers auf Instagram oder Facebook für Werbung nutzen, haftet das Mutterunternehmen Meta unter anderem auf Unterlassung und Schadensersatz. Das hat die Wettbewerbskammer des Landgerichts Frankfurt am Main am Mittwoch entschieden (Az.: 2-06 O 234/25).

Carney begrüßt "neue Allianz" mit der EU und weist Kritik Trumps zurück

Trotz Störfeuers aus den USA streben Kanada und die EU eine "neue Allianz" an. Der kanadische Premierminister Mark Carney sprach bei einer Rede im EU-Parlament in Straßburg von einer "Wahlverwandtschaft" zwischen Kanada und der EU und schlug "eine enge Zusammenarbeit über das gesamte Spektrum strategischer Fähigkeiten hinweg" vor. Angesichts der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Vertiefung der EU-kanadischen Partnerschaft verbat Carney sich jegliche Einmischung in die Außen- und Handelspolitik seine Landes.

Neptun-Werft in Rostock profitiert von weiterem Großauftrag für Offshore-Konverter

Drei Monate nach der Verkündung eines milliardenschweren Auftrags zum Bau einer Konverterplattform für die Netzanbindung von Windkraft auf See ist ein weiterer Großauftrag für die Rostocker Neptun-Werft unter Dach und Fach. Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Donnerstag mitteilte, wurden die Verhandlungen über den Bau eines zweiten Offshore-Konverters "erfolgreich abgeschlossen". Die IG Metall Küste reagierte erfreut.

Essen im Restaurant: Senkung der Mehrwertsteuer führt nicht zu niedrigeren Preisen

Die seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants hat laut einer Studie im Auftrag der Gastro-Gewerkschaft NGG nicht zu niedrigeren Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher geführt. Nur ein Prozent der untersuchten Gerichte wurde günstiger, wie aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie hervorgeht. Gleichzeitig gingen viele Beschäftigte der Branche angesichts einer hohen Arbeitsbelastung zunehmend "auf dem Zahnfleisch", kritisierte die Gewerkschaft.

Textgröße ändern: