The National Times - Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt dämpfen Inflation im Juni leicht ab

Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt dämpfen Inflation im Juni leicht ab


Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt dämpfen Inflation im Juni leicht ab
Neun-Euro-Ticket und Tankrabatt dämpfen Inflation im Juni leicht ab / Foto: © AFP/Archiv

Die Inflation in Deutschland ist im Juni mit der Einführung des Neun-Euro-Tickets und des Tankrabatts leicht abgeflaut. Zwar lag die Teuerungsrate im Juni im Vorjahresvergleich noch immer bei 7,6 Prozent, im Mai hatte sie jedoch noch 7,9 Prozent betragen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Hauptursache für die hohe Inflation sind nach wie vor die Preiserhöhungen bei Energieprodukten.

Textgröße ändern:

Die Teuerungsrate im Bereich Verkehr schwächte sich laut dem Statistischen Bundesamt durch die Einführung des Neun-Euro-Tickets und des Tankrabatts deutlich ab: Lag die Inflationsrate hier im Mai bei noch 16,3 Prozent, betrug sie im Juni noch 8,3 Prozent. Die genaue Auswirkung des Tankrabatts ließe sich jedoch aufgrund der schwankenden Rohölpreise nicht beziffern, erklärten die Statistiker. Die Preise für Tickets im Nahverkehr sanken im Vorjahresvergleich um deutliche 43,9 Prozent.

Inflationstreiber waren im Juni erneut die Energieprodukte: 38 Prozent betrug die Teuerungsrate hier, bereits im Mai hatten sich Energieprodukte im Vorjahresvergleich um 38,3 Prozent verteuert. Die Preise für Kraftstoffe stiegen im Juni mit 33,2 Prozent allerdings weniger stark an als im Mai, als die Teuerungsrate an der Tankstelle noch 41 Prozent betrug.

Im Gegensatz zu Benzin und Diesel beschleunigte sich der Preisanstieg bei der Haushaltsenergie: Im Juni betrug die Teuerungsrate hier 40,7 Prozent, im Vormonat lag diese noch bei 36,8 Prozent. So stiegen die Preise für leichtes Heizöl auf mehr als das Doppelte an, Erdgas verteuerte sich um gut 60 Prozent, der Preisanstieg bei Strom betrug im Juni 22 Prozent.

Auch im Supermarkt mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni erneut mehr bezahlen als im Vormonat: Die Preise für Lebensmittel stiegen im Vorjahresvergleich um 12,7 Prozent, im Mai hatte die Preissteigerung bereits 11,1 Prozent betragen. Besonders stark stiegen im Juni die Preise für Speisefette und Öle mit 43,1 Prozent, Fleisch mit einem Plus von knapp 19 Prozent, Milchprodukte und Eier mit 15,3 Prozent sowie Brot und Getreideerzeugnisse mit 12,5 Prozent.

Mehr als die Hälfte der aktuellen Inflationsrate entfielen auf Energie und Nahrungsmittel: Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate im Juni lediglich bei 4,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Nahrungsmittelpreise sank sie Teuerung auf 3,2 Prozent.

A.Little--TNT

Empfohlen

Urteil: Meta haftet für Fake-Werbung auf Instagram und Facebook

Wenn unbekannte Dritte in betrügerischer Absicht das Logo eines Unternehmens und Bilder seines bekannten Gründers auf Instagram oder Facebook für Werbung nutzen, haftet das Mutterunternehmen Meta unter anderem auf Unterlassung und Schadensersatz. Das hat die Wettbewerbskammer des Landgerichts Frankfurt am Main am Mittwoch entschieden (Az.: 2-06 O 234/25).

Carney begrüßt "neue Allianz" mit der EU und weist Kritik Trumps zurück

Trotz Störfeuers aus den USA streben Kanada und die EU eine "neue Allianz" an. Der kanadische Premierminister Mark Carney sprach bei einer Rede im EU-Parlament in Straßburg von einer "Wahlverwandtschaft" zwischen Kanada und der EU und schlug "eine enge Zusammenarbeit über das gesamte Spektrum strategischer Fähigkeiten hinweg" vor. Angesichts der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Vertiefung der EU-kanadischen Partnerschaft verbat Carney sich jegliche Einmischung in die Außen- und Handelspolitik seine Landes.

Neptun-Werft in Rostock profitiert von weiterem Großauftrag für Offshore-Konverter

Drei Monate nach der Verkündung eines milliardenschweren Auftrags zum Bau einer Konverterplattform für die Netzanbindung von Windkraft auf See ist ein weiterer Großauftrag für die Rostocker Neptun-Werft unter Dach und Fach. Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Donnerstag mitteilte, wurden die Verhandlungen über den Bau eines zweiten Offshore-Konverters "erfolgreich abgeschlossen". Die IG Metall Küste reagierte erfreut.

Essen im Restaurant: Senkung der Mehrwertsteuer führt nicht zu niedrigeren Preisen

Die seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants hat laut einer Studie im Auftrag der Gastro-Gewerkschaft NGG nicht zu niedrigeren Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher geführt. Nur ein Prozent der untersuchten Gerichte wurde günstiger, wie aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie hervorgeht. Gleichzeitig gingen viele Beschäftigte der Branche angesichts einer hohen Arbeitsbelastung zunehmend "auf dem Zahnfleisch", kritisierte die Gewerkschaft.

Textgröße ändern: