The National Times - Online-Bewertungen: Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Transparenz

Online-Bewertungen: Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Transparenz


Online-Bewertungen: Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Transparenz
Online-Bewertungen: Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Transparenz / Foto: © AFP/Archiv

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher orientieren sich im Internet an den Bewertungen anderer Kunden - doch ob diese überhaupt echt sind, ist nicht immer klar. Nötig sei deshalb Transparenz, forderten die Verbraucherzentralen am Dienstag. Eine stichprobenartige Erhebung der Verbraucherschützer zeigte, dass es teils genau daran mangelt: Rund jedes vierte Unternehmen informiert demnach nicht oder nicht klar genug darüber, ob und wie es die Echtheit der Bewertungen sicherstellt.

Textgröße ändern:

Die Verbraucherschützer untersuchten zwischen April und Juni 462 Websites von Online-Shops und Dienstleistern. 122 davon hätten nicht oder nicht ausreichend über ihre Prüfverfahren informiert, monierten die Verbraucherzentralen. Deshalb seien diese Anbieter abgemahnt worden.

Rechtlich vorgeschrieben ist nach Angaben der Verbraucherschützer bereits seit Mai 2022, dass Unternehmen transparent machen, ob Bewertungen tatsächlich von Verbraucherinnen und Verbrauchern stammen, die die beworbenen Produkte oder Dienstleistungen auch genutzt oder gekauft haben. Wird eine solche Überprüfung nicht vorgenommen, muss demnach auch dies offengelegt werden.

Falls eine Prüfung erfolge, seien "klare Informationen über das Verfahren zur Echtheitskontrolle bereitzustellen", erklärten die Verbraucherzentrale weiter. Dies umfasst demnach etwa Angaben dazu, ob nur Bewertungen von Kundinnen und Kunden akzeptiert werden, die über den eigenen Shop gekauft haben, oder ob alle Bewertungen veröffentlicht werden - auch die negativen.

Gerade weil Bewertungen eine so große Rolle bei der Konsumentscheidung spielten, sei Transparenz besonders wichtig, mahnten die Verbraucherschützer. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten deutlich, dass hier weiterhin "großer Handlungsbedarf" bestehe.

S.Collins--TNT

Empfohlen

Sexualisierte Gewalt im Internet: Tausende demonstrieren in Berlin

In der Debatte über sexualisierte Gewalt im Internet stoßen Pläne für ein schärferes Vorgehen und härtere Strafen parteiübergreifend auf Unterstützung. Auch die Zivilgesellschaft machte im Fall der Schauspielerin Collien Fernandes mobil: Am Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich am Sonntagnachmittag mehrere tausend Menschen, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren und schärfere Gesetze zu fordern.

Wildberger erwartet dramatische Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch KI

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch Künstliche Intelligenz (KI). "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende", sagte Wildberger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). "Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen, an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten."

Woidke entsetzt über ausländerfeindlichen Vorfall in Diskothek

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich entsetzt über einen ausländerfeindlichen Vorfall in einer Diskothek im Landkreis Elbe-Elster geäußert. Ähnlich wie bei einem früheren Vorfall in Sylt hatten Jugendliche den Song "L'amour toujours" dort mit rassistischen Gesängen "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus" unterlegt. Woidke schrieb dazu im Portal Instagram, er sei "fassungslos" angesichts solcher "Nazi-Parolen" und: "Wir dürfen dazu niemals schweigen."

"Spiegel": Weimer lässt Listen von Kultur-Jurymitgliedern erstellen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) lässt laut einem Bericht des "Spiegel" Listen der mit Kulturförderung befassten Jurymitglieder erstellen. Das Magazin beruft sich auf ihm vorliegende E-Mails, in denen solche Aufstellungen angefordert würden. Ziel sei, sich einen Überblick über jurybasierte Verfahren zu verschaffen, hieß es demnach.

Textgröße ändern: