The National Times - Trotz Verzögerung: Deutschland und Dänemark bekennen sich zu Fehmarnbeltquerung

Trotz Verzögerung: Deutschland und Dänemark bekennen sich zu Fehmarnbeltquerung


Trotz Verzögerung: Deutschland und Dänemark bekennen sich zu Fehmarnbeltquerung
Trotz Verzögerung: Deutschland und Dänemark bekennen sich zu Fehmarnbeltquerung / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Trotz der sich abzeichnenden Verzögerung bei der Fehmarnbeltquerung bekennen sich Deutschland und Dänemark weiter zu dem gewaltigen Infrastrukturprojekt. Es bestehe "Einvernehmen, dass beide Seiten alles in ihrer Macht Stehende unternehmen werden, um die feste Querung und die Hinterlandanbindungen so schnell wie möglich zu realisieren", teilte das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch mit. Es handele sich "um ein wichtiges Projekt für beide Staaten und ganz Europa".

Textgröße ändern:

Die Fehmarnbeltquerung soll Deutschland und Dänemark über einen Auto- und Eisenbahntunnel zwischen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und Rödby auf der dänischen Insel Lolland verbinden. Offizieller Baustart war bereits 2021, die Betriebnahme soll 2029 sein.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums gab das dänische Unternehmen Sund & Bælt Holding A/S im September bekannt, "dass sich die Fertigstellung des Spezialschiffs zum Absenken der Tunnelelemente so sehr verzögert hat, dass das Ziel, den Fehmarnbelt-Tunnel im Jahr 2029 zu eröffnen, gefährdet ist". Der Absenkungsvorgang wurde demnach um 18 Monate ausgebremst - "und es bleibt ungewiss, wie viel der verlorenen Zeit in den kommenden Jahren aufgeholt werden kann".

Zudem wies das Verkehrsministerium darauf hin, dass die Schienennetztochter der Deutschen Bahn, DB Infrago, bereits im Juli mitgeteilt habe, "dass sich die Umsetzung der Hinterlandanbindung für die feste Fehmarnbeltquerung über 2029 hinaus verzögern wird". Gründe sind demnach "Schwierigkeiten beim Abschluss der Planungen und der Baurechtserlangung".

Gleichwohl hätten sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und sein dänischer Amtskollege Thomas Danielsen am Mittwoch bei einer Videokonferenz zum Stand der Bauarbeiten und der deutschen Schienenhinterlandanbindung "nachdrücklich" zu dem Vorhaben bekannt, erklärte das Verkehrsministerium. Schnieder und Danielsen vereinbarten demnach, "die Situation vor Ort Anfang 2026 zu beurteilen".

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Sexualisierte Gewalt im Internet: Tausende demonstrieren in Berlin

In der Debatte über sexualisierte Gewalt im Internet stoßen Pläne für ein schärferes Vorgehen und härtere Strafen parteiübergreifend auf Unterstützung. Auch die Zivilgesellschaft machte im Fall der Schauspielerin Collien Fernandes mobil: Am Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich am Sonntagnachmittag mehrere tausend Menschen, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren und schärfere Gesetze zu fordern.

Wildberger erwartet dramatische Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch KI

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch Künstliche Intelligenz (KI). "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende", sagte Wildberger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). "Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen, an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten."

Woidke entsetzt über ausländerfeindlichen Vorfall in Diskothek

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich entsetzt über einen ausländerfeindlichen Vorfall in einer Diskothek im Landkreis Elbe-Elster geäußert. Ähnlich wie bei einem früheren Vorfall in Sylt hatten Jugendliche den Song "L'amour toujours" dort mit rassistischen Gesängen "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus" unterlegt. Woidke schrieb dazu im Portal Instagram, er sei "fassungslos" angesichts solcher "Nazi-Parolen" und: "Wir dürfen dazu niemals schweigen."

"Spiegel": Weimer lässt Listen von Kultur-Jurymitgliedern erstellen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) lässt laut einem Bericht des "Spiegel" Listen der mit Kulturförderung befassten Jurymitglieder erstellen. Das Magazin beruft sich auf ihm vorliegende E-Mails, in denen solche Aufstellungen angefordert würden. Ziel sei, sich einen Überblick über jurybasierte Verfahren zu verschaffen, hieß es demnach.

Textgröße ändern: