The National Times - Angriff auf Herdecker Bürgermeisterin: Haftbefehl gegen Adoptivtochter erwirkt

Angriff auf Herdecker Bürgermeisterin: Haftbefehl gegen Adoptivtochter erwirkt


Angriff auf Herdecker Bürgermeisterin: Haftbefehl gegen Adoptivtochter erwirkt
Angriff auf Herdecker Bürgermeisterin: Haftbefehl gegen Adoptivtochter erwirkt / Foto: © AFP

Zweieinhalb Wochen nach dem lebensbedrohlichen Messerangriff auf die designierte Herdecker Bürgermeisterin Iris Stalzer (SPD) hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen die tatverdächtige 17-jährige Adoptivtochter erwirkt - wegen gefährlicher Körperverletzung. Es bestehe Fluchtgefahr, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen, Michael Burggräf, dazu dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). Die Beschuldigte sei jedoch unter Auflagen von der Haft verschont worden.

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Stalzer teilte der Zeitung derweil mit, sie sei wieder so weit genesen, dass sie ihr Amt am 4. November antreten könne. Sie sei "dank der sehr guten Erstversorgung und der sehr guten Versorgung in der Klinik schnell genesen, so dass auch gesundheitliche Gründe nicht gegen die Übernahme des Amtes sprechen". Sie habe "einen klaren Auftrag der Wählerinnen und Wähler und werde diesen Auftrag annehmen."

Der Messerangriff soll sich im Wohnhaus der SPD-Politikerin ereignet haben. Rettungskräfte fanden die 57-Jährige dort mit "mehreren Messerstichen" verletzt und nicht ansprechbar. Bei einer Vernehmung belastete Stalzer dann ihre Adoptivtochter. Noch kurz nach der Tat sah die Staatsanwaltschaft weder Flucht- oder Wiederholungsgefahr als Haftgründe für die 17-Jährige vorliegen.

Stalzer hatte am 28. September die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Herdecke gewonnen. Ihre Amtszeit beginnt nach Angaben der Stadt am 1. November. Die 57-Jährige ist Rechtsanwältin und saß bereits vor der Kommunalwahl im Herdecker Stadtrat. Der Angriff auf sie hatte bundesweit für betroffene Reaktionen gesorgt.

R.Campbell--TNT

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