The National Times - US-Bürgermeisterkandidat der Demokraten in New York festgenommen

US-Bürgermeisterkandidat der Demokraten in New York festgenommen


US-Bürgermeisterkandidat der Demokraten in New York festgenommen
US-Bürgermeisterkandidat der Demokraten in New York festgenommen / Foto: © AFP

In New York ist ein Bürgermeisterkandidat der Demokratischen Partei vorübergehend festgenommen worden. Mitarbeiter der Einwanderungspolizei ICE legten dem Politiker Brad Lander am Dienstag in einem Gericht in Manhattan Handschellen an, wie auf Videoaufnahmen von US-Medien und Augenzeugen zu sehen war. Sie warfen Lander vor, die Festnahme von Migranten behindert zu haben.

Textgröße ändern:

Der Demokraten-Politiker hatte die von Abschiebung bedrohten Einwanderer in das Gericht begleitet. Die Beamten versuchten zunächst, ihn von einem Migranten zu trennen, bei dem Lander sich untergehakt hatte. Dabei kam es zu einem Handgemenge. Ein Mann nahm Lander in einen Würgegriff, woraufhin er den Einwanderer losließ.

"Sie haben keine Befugnis, US-Bürger zu verhaften, die nach gerichtlichen Haftbefehlen fragen", beschwerte sich der Politiker. Er hatte zu Beginn der Auseinandersetzung von den Polizisten den Haftbefehl für die Einwanderer verlangt.

Die Justizministerin des Bundesstaates New York, Letitia James, nannte den Vorfall "schockierend". Niemand dürfe in einem Gericht "Angst und Einschüchterung erfahren", schrieb die Politikerin der Demokraten im Onlinedienst X.

Am Dienstag der kommenden Woche bestimmen die Demokraten in New York ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Lander liegt laut Umfragen parteiintern auf Platz drei.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine verschärfte Gangart gegen irreguläre Einwanderer in Städten wie New York angekündigt, die von Demokraten regiert werden. In Los Angeles hatte der Präsident nach Protesten gegen seinen Kurs die Nationalgarde und Soldaten mobilisiert - gegen den Willen des Gouverneurs Gavin Newsom von den Demokraten.

In Los Angeles hatte sich am Donnerstag ein weiterer Vorall ereignet: Der kalifornische Senator Alex Padilla, ebenfalls ein Demokrat, wurde bei einer Pressekonferenz von Heimatschutzministerin Kristi Noem gewaltsam aus dem Raum gezerrt, als er eine Frage stellen wollte. Sicherheitskräfte legten ihm ebenfalls Handschellen an.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Argentinien erleichtert Abbau von Metallen in Gletschergebieten

In Argentinien hat das Unterhaus nach fast zwölfstündiger Debatte eine umstrittene Reform des sogenannten "Gletscher-Gesetzes" verabschiedet. Erleichtert wird damit der Abbau von Metallen wie Kupfer, Lithium und Silber in Gletschergebieten der Anden. Die Reform von Präsident Javier Milei war im Februar bereits vom Senat gebilligt worden. Umweltschützer protestieren; sie argumentieren, diese Zonen seien wichtig für die Wasserversorgung.

Merz ruft zu Reformbereitschaft auf: "Wir müssen uns alle zusammen anstrengen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu Reformbereitschaft aufgerufen. "Wir müssen unser Land wieder fit machen. Wir müssen uns alle zusammen anstrengen", sagte Merz in einem am Donnerstag veröffentlichten Video. Ziel müsse es sein, "dass wir wieder wettbewerbsfähig werden auf der internationalen Bühne, dass wir Arbeitskräfte in der Industrie erhalten und dass wir ein wohlhabendes Land in Freiheit und in Frieden bleiben".

Öffentliche Schulden im vierten Quartal um über 50 Milliarden Euro gestiegen

Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind im vierten Quartal 2025 um 50,8 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt waren die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden und Sozialversicherung inklusive aller Extrahaushalte mit 2661,5 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 waren das 1,9 Prozent mehr. Gegenüber dem letzten Quartal 2024 erhöhte sich die Verschuldung um sechs Prozent oder 151 Milliarden Euro.

Industrieproduktion im Februar stabil - Einbußen im Baugewerbe

Die Industrieproduktion in Deutschland ist im Februar nahezu stabil geblieben: Sie sank im Vergleich zum Januar saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. In der Pharmaindustrie ging die Produktion dabei stark um 4,4 Prozent zurück, in der Automobilindustrie dagegen stieg sie um 1,7 Prozent.

Textgröße ändern: