The National Times - Teilzeitquote in Deutschland mit 29 Prozent eine der höchsten in der EU

Teilzeitquote in Deutschland mit 29 Prozent eine der höchsten in der EU


Teilzeitquote in Deutschland mit 29 Prozent eine der höchsten in der EU
Teilzeitquote in Deutschland mit 29 Prozent eine der höchsten in der EU / Foto: © POOL/AFP

Fast ein Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten in Teilzeit - diese Quote ist eine der höchsten in der EU. Nur in den Niederlanden und in Österreich ist der Teilzeit-Anteil noch höher, wie wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Vollzeitbeschäftigte arbeiten demnach hierzulande im Schnitt 40,2 Wochenstunden, das ist nur etwas weniger als die EU-Durchschnittszeit von 40,3 Wochenstunden.

Textgröße ändern:

In Deutschland arbeiten den Angaben zufolge 29 Prozent der Erwerbstätigen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren in Teilzeit, und zwar im Schnitt 21,8 Wochenstunden. In den Niederlanden liegt die Teilzeitquote demnach bei 43 Prozent, in Österreich bei 31 Prozent. Im EU-Durchschnitt arbeiteten 2024 demnach 18 Prozent der Erwerbstätigen in Teilzeit.

Vor allem Frauen haben oft keinen Vollzeitjob - das gilt in der EU wie in Deutschland. Allerdings fällt der Geschlechtsunterschied hierzulande sehr viel deutlicher aus. In den 27 Mitgliedstaaten waren laut Statistik 28 Prozent der Frauen in Teilzeit tätig und acht Prozent der Männer. In Deutschland arbeiteten 48 Prozent der Frauen in Teilzeit und zwölf Prozent der Männer.

Vor allem wegen der hohen Teilzeitquote in Deutschland ist die geleistete Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen deutlich niedriger als im EU-Schnitt. Sie lag 2024 bei 34,8 Stunden pro Woche - in der EU waren es 37,1 Stunden.

Eine Teilzeittätigkeit kann als Möglichkeit wahrgenommen werden, Beruf und Familie zu vereinbaren, wie das Statistikamt erklärte. Hierzulande waren 74 Prozent aller Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren erwerbstätig - im EU-Durchschnitt waren es lediglich 66 Prozent.

Insgesamt waren 2024 in Deutschland 77 Prozent der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung erwerbstätig - das ist laut Statistik ein Rekordwert, der deutlich über der EU-Erwerbstätigenquote von 71 Prozent lag.

Politiker und Wirtschaftsverbände klagen, dass in Deutschland im internationalen Vergleich zu wenig gearbeitet werde. Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) machte dafür in ihrem jüngsten Deutschlandbericht vor allem die hohe Teilzeitquote von Frauen hierzulande verantwortlich. Die Organisation empfahl der Regierung daher ein besseres Angebot an Ganztagskinderbetreuung und die Abschaffung des Ehegattensplittings. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnte das ab.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Center Parcs will Ferienpark im Lausitzer Seenland in Brandenburg bauen

Die Kette Center Parcs will für 300 Millionen Euro einen Ferienpark in der Lausitz bauen. Wie das Brandenburger Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, plant das Unternehmen 500 bis 700 Ferienhäuser auf rund 90 Hektar in der Lausitzer Seenlandschaft. Das Unternehmen Center Parcs in Köln teilte mit, es werde die Entwicklung eines neuen Ferienparks in der Lausitz "näher prüfen". Die Lausitz biete "großes touristisches Potenzial".

EU-Handelskammer: Chinas Exportboom "nicht tragbar" - dennoch kein Ende in Sicht

Vertreter von EU-Unternehmen in China halten die anhaltende Schwäche des Landes beim inländischen Konsum und den zum Teil daraus resultierenden Exportboom für zunehmend problematisch. "Der derzeitige Kurs ist nicht tragbar", sagte der Präsident der EU-Handelskammer in Peking, Jens Eskelund, am Dienstag. Zugleich sehe er "keinerlei Anzeichen" dafür, dass sich an dem massiven Ungleichgewicht mittelfristig etwas ändert.

Verhandlungsdurchbruch: EU und Philippinen wollen Freihandelsabkommen schließen

Die EU und die Philippinen haben in ihren Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen einen Durchbruch erzielt. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, die Zölle auf zahlreiche Produkte zu senken oder abzuschaffen, sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Dienstag in Brüssel. Das Abkommen geht nun in die juristische Detailarbeit und soll "in den kommenden Monaten" formal unterzeichnet werden.

Flensburg-Ranking: Porsche-Fahrer haben mit Abstand die meisten Punkte

Dem Flensburg-Ranking des Vergleichsportals Verivox zufolge sind Porsche-Fahrer mit Abstand die schlimmsten Verkehrssünder. Wer einen Porsche fährt, hat demnach zu 71 Prozent häufiger Punkte in Flensburg als der Durchschnitt, wie Verivox am Dienstag mitteilte. Das Vergleichsportal basiert seine Auswertung auf den Angaben von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die über Verivox eine Kfz-Versicherung abschließen.

Textgröße ändern: