The National Times - Fed verkündet höchste Leitzinserhöhung seit knapp drei Jahrzehnten

Fed verkündet höchste Leitzinserhöhung seit knapp drei Jahrzehnten


Fed verkündet höchste Leitzinserhöhung seit knapp drei Jahrzehnten
Fed verkündet höchste Leitzinserhöhung seit knapp drei Jahrzehnten / Foto: © AFP/Archiv

Im Kampf gegen die hohe Inflation setzt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) auf die stärkste Leitzinserhöhung seit knapp drei Jahrzehnten. Die Fed gab am Mittwoch eine Anhebung des Leitzinses um 0,75 Prozentpunkte bekannt. Das ist die drastischste Erhöhung seit dem Jahr 1994. In den USA war die Inflation zuletzt auf 8,6 Prozent angestiegen, was die Notenbank unter massiven Druck gebracht hat.

Textgröße ändern:

Im Kampf gegen den starken Anstieg der Verbraucherpreise hatte die Fed in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal den Leitzins erhöht: Im März hob die Notenbank den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an und beendete damit ihre wegen der Corona-Pandemie beschlossene Nullzins-Politik. Anfang Mai folgte dann eine Erhöhung um 0,5 Punkte auf das Niveau zwischen 0,75 und 1,0 Prozent. Die neue Zinsspanne liegt nun zwischen 1,5 und 1,75 Prozent.

Zuletzt hat sich die Inflation in den USA aber noch verstärkt: Sie stieg im Mai auf 8,6 Prozent und damit den höchsten Wert seit mehr als 40 Jahren. Beobachter hatten eigentlich erwartet, dass die Inflationsrate nach 8,5 Prozent im März und 8,3 Prozent im April weiter zurückgeht. Ziel der US-Notenbank ist eine Inflation von etwa zwei Prozent.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Urteil gegen Apple: Ersatzgerät im Rahmen der Gewährleistung muss fabrikneu sein

Wer ein neues Smartphone oder Tablet kauft und kurz darauf einen Mangel feststellt, darf bei einer Neulieferung ein fabrikneues Gerät erwarten. Das entschied das Landgericht München I laut Angaben der Verbraucherzentrale Bayern vom Dienstag gegen den US-Technologiekonzern Apple. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 29 U 4451/23e).

Streit um Aus für "Rente mit 63": Frei sieht keinen Verhandlungsspielraum

Im Streit um die "Rente mit 63" hat Unionsfraktionschef Thorsten Frei Forderungen nach Änderungen an den Reformplänen zurückgewiesen. Bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sehe er keinen Verhandlungsspielraum, sagte er dem Fernsehsender Welt. Sonst könne die gesamte Rentenreform scheitern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte am Dienstag, dass es bei den Änderungsforderungen aus Ostdeutschland nicht darum gehe, "die Rentenreform insgesamt infrage zu stellen".

Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an

Auch dank des schwachen Yen hat der japanische Autobauer Toyota seinen Gewinn im Quartal von April bis Juni kräftig gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der größte Autobauer der Welt machte einen Quartalsgewinn von 1,48 Billionen Yen (8,16 Milliarden Euro) - ein Sprung um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 10,4 Prozent auf umgerechnet 74,5 Milliarden Euro.

Gewinn der Lufthansa sinkt wegen höherer Kerosinpreise deutlich

Trotz gestiegener Umsätze hat die Lufthansa im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der operative Gewinn sank auf 383 Millionen Euro, wie der Luftfahrtkonzern am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang um fast 56 Prozent. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Kerosinpreise, die infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen sind.

Textgröße ändern: