The National Times - Bundeswehrverband beklagt "enorme Probleme" bei der Personalgewinnung

Bundeswehrverband beklagt "enorme Probleme" bei der Personalgewinnung


Bundeswehrverband beklagt "enorme Probleme" bei der Personalgewinnung
Bundeswehrverband beklagt "enorme Probleme" bei der Personalgewinnung / Foto: © AFP

Der Deutsche Bundeswehrverband fordert mehr Anstrengungen zur Personalgewinnung bei der Bundeswehr. "Jetzt muss ein Ruck durch Deutschland gehen, was die Verteidigungsfähigkeit anbelangt", sagte der Verbandsvorsitzende André Wüstner am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir müssen eigenständiger wehrfähig werden." Dazu zähle neben einem schnelleren Aufbau der Infrastruktur und einer schnelleren Materialbeschaffung vor allem eine bessere Personalgewinnung.

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In diesem Bereich gebe es enorme Probleme, sagte Wüstner. Die Bundeswehr schrumpfe weiterhin und sei überaltert. Personalbedarf gebe es in allen Teilstreitkräften. Allein beim Heer müssten in den kommenden Jahren 40.000 Soldatinnen und Soldaten zusätzlich gewonnen werden, sagte Wüstner. Insgesamt müsse die Zahl der aktiven Bundeswehrsoldaten inklusive Reservisten nach Angaben von Generalinspekteur Carsten Breuer auf 460.000 anwachsen.

"Das sind enorme Zahlen und dafür müssen wir einerseits über das Thema Wehrpflicht sprechen", sagte Wüstner. Er gehe davon aus, dass sich die kommende Regierung schon in diesem Jahr gesetzlich damit auseinandersetzen müsse. Zudem müsse der Dienst in der Bundeswehr attraktiver werden, forderte der Verbandschef. "Dazu braucht es ein eigenes Besoldungsrecht, andere Laufbahnmodelle, andere Perspektiven, um auch die Profis, die Spezialisten gewinnen und binden zu können."

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), stellt am Dienstag ihren Jahresbericht 2024 vor. Die Berichte der vorangegangenen Jahre hatten wiederholt deutliche Kritik an der Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten geübt: Die Bundeswehr habe "immer noch von Allem zu wenig", hatte Högl bei der Vorstellung ihres Berichts im vergangenen Jahr gesagt. Zudem hatte sie eine Mangel an Personal beklagt.

R.Evans--TNT

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