The National Times - IAB-Experten erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit - EU-Prognosen durchwachsen

IAB-Experten erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit - EU-Prognosen durchwachsen


IAB-Experten erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit - EU-Prognosen durchwachsen
IAB-Experten erwarten Anstieg der Arbeitslosigkeit - EU-Prognosen durchwachsen / Foto: © AFP/Archiv

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. "Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, die Beschäftigung nur noch stagnieren", erklärte der IAB-Experte Enzo Weber am Mittwoch in Nürnberg mit Blick auf das neue IAB-Arbeitsmarktbarometer. Auch auf europäischer Ebene bleiben die Prognosen durchwachsen.

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Der sogenannte Frühindikator des IAB-Arbeitsmarktindikators sank im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 98,3 Punkte. Negative Aussichten signalisiert auch die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit. Hier sank der Wert ebenfalls um 0,4 Punkte auf 96,7. Werte unter 97,0 waren zuletzt 2020 während der Corona-Pandemie sowie während der Weltfinanzkrise 2008/2009 registriert worden.

Die sogenannte Beschäftigungskomponente des IAB-Barometers sank demnach um 0,4 Punkte auf 99,9. Damit wurde mit Ausnahme der Corona-Pandemie erstmals der neutrale Wert von 100 unterschritten. "Die Arbeitsagenturen blicken mit Sorge auf 2025", erklärte dazu Weber, der den IAB-Forschungsbereich "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" leitet.

Das European Labour Market Barometer, das auf Befragungen der Arbeitsverwaltungen der teilnehmenden Länder basiert, verzeichnete laut IAB hingegen mit einem Plus um 0,3 Punkte den ersten Anstieg seit fünf Monaten. Der Gesamtwert liegt dort nun bei 99,5 Punkten. Grund ist allerdings in erster Linie die erstmalige Teilnahme Spaniens mit einem Einstiegswert von 101,1 Punkten. Ohne diesen Sondereffekt hätte es erneut ein leichtes Minus gegeben.

Auch bei den Europäischen Arbeitsmarktservices "überwiegen noch immer die leicht pessimistischen Erwartungen", erklärte dazu Weber. Es gebe aber eben auch optimistischere Einschätzungen. Beteiligt am European Labour Market Barometer sind neben Deutschland und Spanien 13 weitere EU-Staaten sowie Teile Belgiens. Nicht dabei sind beispielsweise Frankreich und Italien.

Der Frühindikator erfasst die Erwartungen hinsichtlich der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für jeweils die folgenden drei Monate, die zweite Komponente dient der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Aus beiden Komponenten zusammen wird für die Barometer jeweils der Gesamtwert ermittelt.

I.Paterson--TNT

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