The National Times - Deutsche Bahn und EVG setzen Tarifverhandlungen fort - Annäherungen möglich

Deutsche Bahn und EVG setzen Tarifverhandlungen fort - Annäherungen möglich


Deutsche Bahn und EVG setzen Tarifverhandlungen fort - Annäherungen möglich
Deutsche Bahn und EVG setzen Tarifverhandlungen fort - Annäherungen möglich / Foto: © AFP

Bei den Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn (DB) und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) deuten sich mit Beginn der dritten Runde weitere Annäherungen an. Es sei denkbar über längere Laufzeiten zu verhandeln, sollte die Beschäftigung gesichert und der Kündigungsschutz verlängert werden, erklärte EVG-Co-Verhandlungsführerin Cosima Ingenschay vor Verhandlungsbeginn am Mittwoch. Weitere Verbesserungen erwartet die Gewerkschaft beim Gehalt für die rund 192.000 Beschäftigten.

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Bahnvorstand Martin Seiler betonte vor den nun laufenden Gesprächen die bislang "sehr konstruktiven" Verhandlungen. "Das Ziel ist klar, wir wollen ein Gesamtpaket schnüren, was am Ende für alle Beteiligten ein guter Kompromiss ist", sagte er. Die DB fordere eine lange Laufzeit des Tarifvertrags, um diese dann an eine Beschäftigungssicherung knüpfen zu können. "Auch das gibt Stabilität und Sicherheit." Das Unternehmen hatte in seinen bisherigen Angeboten eine Laufzeit von 37 Monaten vorgeschlagen.

Knackpunkt könnten indes weiterhin die Lohnerhöhungen sein. Die Gewerkschaft fordert 7,6 Prozent mehr für alle und ein Zusatzgeld von weiteren 2,6 Prozent für Schichtarbeitende. Die DB bietet bislang eine Erhöhung von insgesamt 7,9 Prozent für Schichtarbeitende und eine Erhöhung um insgesamt 4,0 Prozent in zwei Schritten für die übrigen Beschäftigten.

"Wenn wir bis Sonntag fertig werden wollen, muss die DB AG deutlich nachlegen", erklärte Ingenschay. Am Ende müsse das "Gesamtpaket stimmen, eine Einigung "um jeden Preis" werde es nicht geben. Warnstreiks wird es bis Ende März wegen der noch geltenden Friedenspflicht nicht geben. Sollte es in den kommenden Tagen jedoch nicht zu einer Einigung kommen, sei Arbeitskampf danach "wieder eine Option", erklärte Ingenschay.

DB und EVG hatten sich auf einen frühen Verhandlungsbeginn verständigt, weil sie nach der Bundestagswahl einen Politikwechsel und negative Veränderungen fürchten. Die EVG verweist auf Pläne der Union, Gelder für die Bahn zu streichen und den Konzern aufzuspalten. Es brauche daher Planungssicherheit.

N.Roberts--TNT

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