The National Times - Gewerkschaften: Amazon-Auslieferer in den USA verletzten sich 2021 häufiger

Gewerkschaften: Amazon-Auslieferer in den USA verletzten sich 2021 häufiger


Gewerkschaften: Amazon-Auslieferer in den USA verletzten sich 2021 häufiger
Gewerkschaften: Amazon-Auslieferer in den USA verletzten sich 2021 häufiger / Foto: © AFP

Das Lieferpersonal des Versandhändlers Amazon in den USA ist nach Einschätzung von Gewerkschaften einem enormen Arbeitsdruck ausgesetzt und daher kommt es immer häufiger zu Verletzungen der Beschäftigten. Mehr als 18 Prozent der von Amazon-Subunternehmen angestellten Auslieferer hätten sich bei der Arbeit im vergangenen Jahr verletzt, teilte das Bündnis Strategic Organizing Center (SOC) am Dienstag (Ortszeit) mit. Das sei ein Anstieg von 40 Prozent im Jahresvergleich.

Textgröße ändern:

Im Rest des Industriesektors liege die Verletzungsrate nur bei 7,6 Prozent, hieß es. Amazon generiere "enorme Profite" auf Kosten des Lieferpersonals, kritisierten die Gewerkschaften. Die Angestellten opferten ihre Gesundheit, um den Forderungen des Unternehmens gerecht zu werden.

Amazon verspricht seinen Kundinnen und Kunden zum Teil, die Ware binnen eines Tages auszuliefern. Das Unternehmen investiert daher enorm in das dafür nötige Personal und in die erforderlichen Logistikzentren. Im Zuge der Corona-Pandemie, als der Onlinehandel sprunghaft anstieg, stockte der Konzern seine Beschäftigtenzahl noch einmal deutlich auf. Rund die Hälfte der Ausfuhren in den USA erfolgt über Vertragsunternehmen von Amazon.

Das alles führe dazu, dass die Auslieferer Unmengen an schweren Paketen pro Schicht ausfahren müssten und das unter hohem Zeitdruck, monierte das Arbeitnehmerbündnis. Zu den häufigsten Verletzungen gehörten demnach Stürze, Verstauchungen, Hundebisse und Verkehrsunfälle.

Amazon selbst wies die Kritik zurück. Die Gewerkschaften hätten sich Daten von "weniger als zehn Prozent unserer Lieferpartner" herausgepickt, um eine "fehlerhafte und irreführende Geschichte" zu erzählen. "Sicherheit ist in unserem gesamten Netzwerk eine Priorität." Die Erhöhung von Verletzungen sei auch darauf zurückzuführen, dass zuletzt viel neues Personal ausgebildet worden sei.

T.Bailey--TNT

Empfohlen

Weißes Haus kritisiert Leitzinserhöhung der Fed

Das Weiße Haus hat die Leitzinserhöhung der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) kritisiert. Weiße-Haus-Sprecher Kush Desai sprach am Mittwoch im Sender Fox News von einer "eher unglücklichen Entscheidung". Die Fed habe aus Sicht der US-Regierung keine besonders überzeugende wirtschaftliche Begründung dafür geliefert.

Deutschland und Kanada wollen KI "im Dienste des Menschen" fördern

Eine KI "im Dienste des Menschen": Inmitten der Debatte über Gefahren durch Künstliche Intelligenz haben Deutschland und Kanada angekündigt, einen laut Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "neuartigen" und "von Grund auf sicheren" Ansatz mit einer millionenschweren Förderung vorantreiben zu wollen. Der Schritt erfolge in einem "entscheidenden Moment", sagte der kanadische KI-Minister Evan Solomon am Mittwoch in Montréal. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte derweil an, mit KI-Firmen über eine langsamere Entwicklung beraten zu wollen.

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins erstmals seit 2023 - Anstieg um 0,25 Punkte

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht. Die Fed hob den maßgeblichen Zinssatz am Mittwoch nach eigenen Angaben um 0,25 Prozentpunkte an, um die hohe Inflation einzudämmen. Der Zinssatz liegt damit nun in einer Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent.

US-Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023 - Anstieg um 0,25 Punkte

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht. Die Fed hob den maßgeblichen Zinssatz am Mittwoch nach eigenen Angaben um 0,25 Prozentpunkte an, um die hohe Inflation einzudämmen. Der Zinssatz liegt damit nun in einer Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent.

Textgröße ändern: