The National Times - Regierung meldet steigende Visazahlen nach neuem Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Regierung meldet steigende Visazahlen nach neuem Fachkräfteeinwanderungsgesetz


Regierung meldet steigende Visazahlen nach neuem Fachkräfteeinwanderungsgesetz
Regierung meldet steigende Visazahlen nach neuem Fachkräfteeinwanderungsgesetz / Foto: © AFP/Archiv

Deutschland hat im ersten Jahr nach Inkrafttreten der ersten Stufe des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes über zehn Prozent mehr Visa zu Erwerbszwecken erteilt. Die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr von knapp 177.600 auf insgesamt rund 200.000 gestiegen, teilten das Bundesinnen-, Bundesarbeits- und Bundesaußenministerium am Sonntag in Berlin gemeinsam mit: "Die Regelungen werden gut angenommen."

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Die erste Stufe des Gesetzes war zum 18. November 2023 in Kraft getreten, weitere Neuerungen folgten gestaffelt bis 1. Juni 2024. Das neue Regelwerk soll die Einwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten fördern, auf die Deutschland wegen der demografischen Entwicklung künftig angewiesen sein wird.

Eingeführt wurde etwa die sogenannte Berufserfahrenenregel: Demnach erhält eine Arbeitserlaubnis, wer einen im Herkunftsland anerkannten Berufs- oder Hochschulabschluss besitzt und mindestens zwei Jahre im angestrebten Beruf gearbeitet hat. Neu ist auch die sogenannte Chancenkarte. Sie ermöglicht es nach einem Punktesystem ausgewählten Bewerbern, zum Zwecke der Arbeitssuche einzureisen. Voraussetzung dafür ist ein Berufs- oder Hochschulabschluss.

"Das Gesetz wirkt, die Visaerteilung und die Beratungsgespräche im Ausland sind auf Rekordniveau", erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Sonntag. Ähnlich äußerte sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "Die Zahlen zeigen, dass die Veränderungen wirken. Fachkräfte können jetzt schneller nach Deutschland kommen und durchstarten", erklärte sie in Berlin.

Als "besonders erfreulich" bezeichneten die drei Ministerien eine verstärkte Nachfrage von Menschen, die in Deutschland studieren, eine Berufsausbildung machen oder einen im Ausland erworbenen Abschluss anerkennen lassen wollten. Die bei Studierenden aus Drittstaaten seien die Zahlen um mehr als 20 Prozent gestiegen. Bei Auszubildenden gebe es sogar eine Zunahmen um zwei Drittel.

M.Wilson--TNT

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