The National Times - Reifenhersteller Michelin schließt zwei weitere Werke in Frankreich

Reifenhersteller Michelin schließt zwei weitere Werke in Frankreich


Reifenhersteller Michelin schließt zwei weitere Werke in Frankreich
Reifenhersteller Michelin schließt zwei weitere Werke in Frankreich / Foto: © AFP

Der Reifenhersteller Michelin hat die Schließung von zwei weiteren Werken in Frankreich angekündigt. Die westfranzösischen Standorte Cholet und Vannes werden bis 2026 dicht gemacht, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. 1254 Beschäftigte sind davon betroffen. Michelin hat vor dem Hintergrund eines schwachen Neuwagenmarktes und erstarkender Konkurrenz aus Asien ein hartes Jahr hinter sich.

Textgröße ändern:

"Es ist der Zusammenbruch des Geschäfts, der diese Situation verursacht hat", sagte Michelin-Chef Florent Menegaux der Nachrichtenagentur AFP. "Die Lage auf dem europäischen Reifenmarkt (...) führt dazu, dass wir nicht sehen, wie wir diese Standorte mittel- bis langfristig strukturell wiederbeleben können." Die beiden Werke sind im Bereich Lkw und Kleinlaster tätig, wo der Wettbewerb mit asiatischen Herstellern laut Menegaux besonders hart ist.

Der Konzern versprach, "jeden betroffenen Mitarbeiter mit maßgeschneiderten Lösungen zu begleiten". Denkbar sind demnach Arbeitsangeboten in anderen Unternehmen oder innerhalb des Konzerns sowie Vorruhestandsregelungen. "Wir werden niemanden am Wegesrand zurücklassen", versicherte der Menegaux. Demnach sollen auch an anderen französischen Standorten neue Jobs entstehen.

Michelin hat in den vergangenen 20 Jahren sechs Standorte in Frankreich geschlossen. 2021 hatte das Unternehmen rund 2300 Stellen gestrichen, im vergangenen Jahr schloss ein Werk in Westfrankreich. Derzeit arbeiten in Frankreich noch rund 18.000 Menschen für Michelin.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: