The National Times - Jüdischen Passagieren Boarding verweigert: Vier-Millionen-Dollar-Strafe gegen Lufthansa

Jüdischen Passagieren Boarding verweigert: Vier-Millionen-Dollar-Strafe gegen Lufthansa


Jüdischen Passagieren Boarding verweigert: Vier-Millionen-Dollar-Strafe gegen Lufthansa
Jüdischen Passagieren Boarding verweigert: Vier-Millionen-Dollar-Strafe gegen Lufthansa / Foto: © AFP

Die US-Behörden haben wegen Diskriminierung von mehr als 100 jüdischen Reisenden eine Strafzahlung von vier Millionen Dollar gegen die Lufthansa verhängt. Im Corona-Jahr 2022 sei den 128 Passagieren das Boarding für einen Anschlussflug verweigert worden, nachdem einige auf einem Flug von den USA nach Deutschland nicht den Anweisungen gefolgt seien und etwa keine Covid-Schutzmasken aufgesetzt hätten, erklärten das US-Verkehrsministerium am Dienstag.

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Es handele sich bei den umgerechnet rund 3,67 Millionen Euro um die höchste Strafe, die die Behörde wegen eines Verstoß gegen Bürgerrechte je verhängt habe, fuhr das Ministerium fort.

Die bei ihrem Flug in schwarzen Jacken und Hüten gekleideten Reisenden gaben den Ermittlern gegenüber an, dass sie behandelt worden seien, als gehörten sie ein- und derselben Gruppe an. Dies sei geschehen, obwohl viele nicht gemeinsam reisten und sich nicht kannten. Die Lufthansa habe "wegen des offensichtlichen Fehlverhaltens einiger weniger" allen das Boarding verweigert, "weil sie offen und sichtbar jüdisch waren", erklärte das US-Ministerium.

Die Probleme hatten begonnen, als der Flugkapitän des ersten Fliegers dem Sicherheitspersonal der Lufthansa meldete, dass einige Passagiere nicht die Regeln befolgen würden. So trügen diese etwa keine Schutzmasken und hielten sich nicht an die Vorgabe, nicht in Gruppen in den Gängen und nahe der Notausgänge zu stehen.

Die Behörden in den USA erhielten in dem Fall mehr als 40 Beschwerden über Diskriminierung von jüdischen Passagieren. Die Lufthansa erklärte gegenüber dem Verkehrsministerium, sich mehrfach öffentlich für den Vorfall entschuldigt zu haben. Der Konzern wies demnach aber zurück, dass seine Angestellten diskriminierend gehandelt hätten.

Nach der Verhängung der Geldstrafe erklärte Lufthansa, das Unternehmen habe ein neues Schulungsprogramm zur Bekämpfung von Antisemitismus und Diskriminierung eingeführt.

A.Wood--TNT

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