The National Times - US-Regierung verklagt Visa-Konzern wegen Monopolstellung bei Bankkarten

US-Regierung verklagt Visa-Konzern wegen Monopolstellung bei Bankkarten


US-Regierung verklagt Visa-Konzern wegen Monopolstellung bei Bankkarten
US-Regierung verklagt Visa-Konzern wegen Monopolstellung bei Bankkarten / Foto: © AFP/Archiv

Das US-Justizministerium hat den Visa-Konzern wegen des Vorwurfs verklagt, unrechtmäßig ein Monopol bei den Bankkarten zu betreiben. In der am Dienstag bei einem Bundesgericht in New York eingereichten Kartellklage heißt es, die Praktiken von Visa hätten zu zusätzlichen Gebühren in Milliardenhöhe für die US-Verbraucher geführt und zugleich die Innovation beim Bezahlsystem mit den Debitkarten gebremst.

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Der Klage sind dreijährige Untersuchungen der Visa-Geschäftspraktiken durch die US-Kartellbehörde vorausgegangen. "Während Visa der erste Name ist, den viele Debitkartennutzer sehen, wenn sie ihre Karte herausnehmen, um einen Einkauf zu tätigen, sehen sie nicht die Rolle, die Visa hinter den Kulissen spielt", sagte Justizminister Merrick Garland vor Reportern in Washington.

Hinter den Kulissen kontrolliere der Konzern ein komplexes Netzwerk von Händlern, Finanzinstituten und Verbrauchern und verhalte sich wie ein Monopolist, "der eine versteckte Gebühr auf Billionen von Transaktionen erhebt", fügte der Minister hinzu.

Visa-Managerin Julie Rottenberg bezeichnete die Klage der US-Regierung als "unbegründet". Den Vorwurf der Monopolstellung wies sie in einer Stellungnahme zurück und erklärte, der Markt für Bankkarten sei ein "sich ständig erweiterndes Universum von Unternehmen, die neue Möglichkeiten zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen anbieten".

Nach Schätzungen des US-Justizministeriums kontrolliert das in San Francisco ansässige Unternehmen mehr als 60 Prozent der Transaktionen mit Debitkarten in den Vereinigten Staaten. Dabei werden demnach jährlich Gebühren in Höhe von mehr als sieben Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) von Visa erhoben.

S.Cooper--TNT

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