The National Times - Gewerkschaft IAM lehnt neues Angebot von Boeing umgehend als unzureichend ab

Gewerkschaft IAM lehnt neues Angebot von Boeing umgehend als unzureichend ab


Gewerkschaft IAM lehnt neues Angebot von Boeing umgehend als unzureichend ab
Gewerkschaft IAM lehnt neues Angebot von Boeing umgehend als unzureichend ab / Foto: © AFP

Im festgefahrenen Tarifstreit bei dem US-Flugzeugbauer Boeing hat die Gewerkschaft IAM das jüngste Angebot des Unternehmens als unzureichend abgelehnt. Der Vorschlag "geht nicht weit genug", um die Bedenken der Belegschaft auszuräumen, teilte die Führung der Arbeitnehmervertretung am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Das Unternehmen habe "sein Ziel verfehlt", hieß es in der an die Beschäftigten adressierten Mitteilung mit Bezug auf ein Ende des Konflikts.

Textgröße ändern:

"Sie versuchen, einen Keil zwischen unsere Mitglieder zu treiben und unsere Solidarität zu schwächen", kritisierte die IAM weiter und warf Boeing eine "Strategie der Spaltung" vor. Rund 33.000 Boeing-Beschäftigte befinden sich seit dem 13. September an den Produktionsstätten des Flugzeugbauers in Seattle im Streik. Das ursprüngliche Tarifangebot des Unternehmens - 25 Prozent mehr Lohn gestreckt über mehrere Jahre - hatten sie zuvor rundherum abgelehnt.

Am Montag dann legte Boeing nach: Das Unternehmen bot der Belegschaft 30 Prozent mehr Lohn an, erhöhte die Prämienzahlung und sagte außerdem zu, eine im ersten Angebot nicht enthaltene jährliche Bonuszahlung wieder einführen sowie einen erhöhten Beitrag für eine Pensionskasse einzuplanen. Boeing sprach von einem "letzten Angebot" und erklärte, bis Freitag um Mitternacht solle sich die Belegschaft entscheiden, ob sie es annehmen wolle oder nicht.

IAM beklagte nun, dass das neue Angebot ohne erneute direkte Verhandlungen präsentiert worden sei. Die Gewerkschaft will ihre Mitglieder aber zu den neuen Vorschlägen befragen.

L.Graham--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: