The National Times - Buchhandel: Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Kauf von Weltbild-Teilen

Buchhandel: Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Kauf von Weltbild-Teilen


Buchhandel: Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Kauf von Weltbild-Teilen
Buchhandel: Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Kauf von Weltbild-Teilen / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Insolvenz der Weltbild-Gruppe hat das Bundeskartellamt dem Buchhändler Thalia die Erlaubnis erteilt, Teile der Gruppe zu übernehmen. Wie das Kartellamt am Montag in Bonn mitteilte, übernimmt die Thalia-Gruppe die Kundenbeziehungen aus dem Weltbild-Onlineshop und den von Weltbild verkauften E-Readern der Marke Tolino sowie die Weltbild-Marken und Domains. Nicht übernommen werden demnach die Ladengeschäfte, die im Zuge der Insolvenz des Unternehmens bereits geschlossen wurden.

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Die Thalia-Gruppe ist das mit Abstand größte stationäre Buchhandelsunternehmen in Deutschland. Thalia verfüge "über eine bedeutende Marktposition im Buchhandel und ist über die Plattform Tolino auch eine relevante Kraft bei E-Books", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. "Daher haben wir uns den Erwerb der Kundinnen- und Kundendaten und der Marken von Weltbild genau angesehen."

Letztlich habe der Zusammenschluss aber noch in der ersten Phase freigegeben werden können. "Neben der Tatsache, dass die Ladengeschäfte von Weltbild nicht Gegenstand des Zusammenschlusses waren, war für die Freigabe unter anderem maßgeblich, dass mit Amazon ein deutlich größerer Wettbewerber sowohl beim Onlinehandel mit gedruckten Büchern als auch im Bereich E-Books existiert", erläuterte Mundt.

Auch bei Betrachtung des Gesamtmarkts für den stationären und den Onlineabsatz von Büchern stünden den Kundinnen und Kunden mit den unabhängigen Buchhändlern, anderen Buchhandelsketten wie Hugendubel und dem Onlinehandel ausreichend Alternativen zur Verfügung, führte der Kartellamtspräsident weiter aus.

Die Kerngesellschaft der Weltbild-Gruppe hatte im Juni erneut Insolvenz angemeldet, nachdem sie im Jahr 2014 bereits einmal in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht war. Nach der Pleite des Mutterkonzerns hatten dann im Juli auch Weltbild-Tochterfirmen wie die Buch-Versandhändler Bücher.de und Jokers und der Onlineshop Tausendkind Insolvenz beantragt.

R.Campbell--TNT

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