The National Times - IfW Kiel korrigiert Prognose nach unten und erwartet 2024 schrumpfende Wirtschaft

IfW Kiel korrigiert Prognose nach unten und erwartet 2024 schrumpfende Wirtschaft


IfW Kiel korrigiert Prognose nach unten und erwartet 2024 schrumpfende Wirtschaft
IfW Kiel korrigiert Prognose nach unten und erwartet 2024 schrumpfende Wirtschaft / Foto: © AFP

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel rechnet in diesem Jahr erneut mit einer schrumpfenden Wirtschaft. Die Forschenden korrigierten ihre Konjunkturaussicht deutlich nach unten und rechnen nun mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent, wie sie am Mittwoch mitteilten. Im Sommer war das Institut noch von einem kleinen Wachstum von 0,2 Prozent ausgegangen. Auch die Aussichten für 2025 verschlechterten sich.

Textgröße ändern:

"Die Aufwärtssignale, die die Frühindikatoren noch im Sommer sendeten, haben sich nicht verfestigt", erklärte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. Im laufenden Jahr belaste insbesondere der schwache private Konsum die Wirtschaft, Haushalte hielten sich trotz steigender Realeinkommen zurück. Zudem schlitterten Industrie und Bauwirtschaft "tiefer in die Rezession".

Für das kommende korrigierte das Institut seine Prognose ebenfalls deutlich nach unten: von einem Wachstum um 1,1 Prozent auf ein Plus von lediglich 0,5 Prozent. Die deutsche Wirtschaft nehme dann aufgrund steigender Einkommen, höherer Nachfrage aus dem Ausland und sinkender Zinsen "etwas Fahrt" auf. Die Arbeitslosenquote könnte laut Prognose zwischenzeitlich auf 6,1 Prozent ansteigen, die Inflation "allmählich auf zwei Prozent nachgeben".

Für das Jahr 2026 geht das IfW in einer ersten Schätzung von 1,1 Prozent Wirtschaftswachstum aus. 0,3 Prozentpunkte davon seien allerdings auf die überdurchschnittlich vielen Werktage zurückzuführen.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: