The National Times - Bitkom: Viele Deutschen fühlen sich von Digitalisierung überfordert

Bitkom: Viele Deutschen fühlen sich von Digitalisierung überfordert


Bitkom: Viele Deutschen fühlen sich von Digitalisierung überfordert
Bitkom: Viele Deutschen fühlen sich von Digitalisierung überfordert / Foto: © AFP/Archiv

Viele Deutsche tun sich schwer mit der Digitalisierung. Rund 41 Prozent der Menschen hierzulande fühlen sich häufig von der zunehmenden Digitalisierung überfordert, wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch unter Verweis auf eine repräsentative Studie im Auftrag der Initiative Digital für alle mitteilte. 44 Prozent der Deutschen haben demnach außerdem Angst, der technischen Entwicklung nicht folgen zu können.

Textgröße ändern:

Die Sorge vor der Digitalisierung zeige sich zudem über alle Altersklassen hinweg. So fühlt sich immerhin auch ein Drittel der 30- bis 49-Jährigen häufig überfordert.

Der Befragung zufolge sehen 63 Prozent der Deutschen das Land digital gespalten. Dabei nahm der Anteil der Menschen, die eine Spaltung wahrnehmen, im Vergleich zu den Vorjahren leicht zu: So sahen dies 2023 nur 60 Prozent, 2022 lediglich 58 Prozent.

Dennoch bewertet eine Mehrheit von 86 Prozent die Digitalisierung grundsätzlich positiv. Zudem gaben 85 Prozent der Befragten an, dass digitale Technologien und Anwendungen ihr Leben unmittelbar leichter machten.

Künstliche Intelligenz (KI) spielt der Studie zufolge im digitalen Alltag der Menschen eine zunehmende Rolle. Vier von zehn Befragte sagten, dass KI schon heute ihr alltägliches Leben einfacher macht. 57 Prozent meinten, alle Menschen sollten die Möglichkeit erhalten, sich mit KI vertraut zu machen.

Fast die Hälfte ist jedoch auch der Ansicht, dass KI den Menschen entmündigt. Insgesamt sehen drei Viertel KI eher als Chance für die Gesellschaft – und 24 Prozent als Gefahr.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst erklärte, alle Menschen müssten künftig "besser an der Digitalisierung teilhaben können". "Dafür müssen wir digitale Technologien und deren Anwendung gut erklären und die Neugier für digitale Bildung wecken", betonte er.

Für die Umfrage wurden 1004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zum Anlass des bundesweiten Digitaltags am Freitag befragt. Bei der Initiative Digital für alle handelt es sich den Angaben zufolge um ein Bündnis von mehr als 25 Organisationen unter anderem aus Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen: Ölpreis steigt deutlich

Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis Montag gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar - ein Plus von 4,2 Prozent. An den deutschen Tankstellen stieg der Benzinpreis übers Wochenende leicht an, der Dieselpreis sank minimal.

Startups in Deutschland sammeln in diesem Jahr deutlich mehr Investitionen ein

Mehr Geld für Startups in Deutschland: Junge Unternehmen haben in diesem Jahr bereits deutlich mehr Investitionen eingeworben als im Vorjahr. Bis September seien acht Milliarden Euro geflossen und damit schon jetzt 500 Millionen Euro mehr als 2025, teilte der Startup-Verband am Montag mit. "Das zeigt, was in Deutschland möglich ist", erklärte Vorstandsvorsitzende Verena Pausder. "Beim Wachstumskapital und vor allem bei großen Runden hängen wir international aber immer noch hinterher."

Ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte

Mehr als ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. In der Gesamtwirtschaft beträgt der Anteil 27 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Vor allem in vielen sogenannten Engpassberufen ist ihr Anteil aber deutlich höher - in der Lebensmittelherstellung, der Fleischverarbeitung, im Gerüstbau und bei Servicekräften in der Gastronomie.

Ifo: Arbeitsmarkt stabilisiert sich - Firmen streichen etwas weniger Jobs

Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich: Laut Umfrage des Ifo-Instituts wollen die Unternehmen in Deutschland etwas weniger Jobs abbauen als bislang. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg von 94,8 Punkten im August auf 95,1 Punkte im September, wie das Ifo am Montag mitteilte. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, betonte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. In der Industrie und im Handel würden weiterhin Stellen abgebaut.

Textgröße ändern: