The National Times - Gläubiger geben grünes Licht für nächste Rettung von Kaufhauskette Galeria

Gläubiger geben grünes Licht für nächste Rettung von Kaufhauskette Galeria


Gläubiger geben grünes Licht für nächste Rettung von Kaufhauskette Galeria
Gläubiger geben grünes Licht für nächste Rettung von Kaufhauskette Galeria / Foto: © AFP/Archiv

Die Gläubiger der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof haben dem Insolvenzplan für das Unternehmen zugestimmt. Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus zeigte sich am Dienstag nach der Gläubigerversammlung in Essen "sehr erleichtert" über das Votum. Die Entscheidung sei gut für die Belegschaft aber auch für die Gläubiger, die zumindest einen Teil ihres Geldes erhalten. Die Insolvenzquote beträgt demnach 2,5 Prozent.

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Die Quote - also der Anteil ihrer Forderungen, den die Gläubiger noch bekommen - könnte noch erhöht werden, sollte Galeria Zahlungen vom ehemaligen Mutterkonzern Signa erhalten. Dazu liefen aktuell Vergleichsgespräche mit Insolvenzverwaltern in Österreich, sagte Denkhaus weiter. Das zuständige Gericht bestätigte den Insolvenzplan den Angaben zufolge bereits, mit Ablauf von zwei Wochen ist die Entscheidung damit rechtskräftig.

Derzeit ist geplant, bundesweit 16 von 92 Warenhäusern zu schließen, diese Streichliste werde aber im Juni noch einmal durchgegangen, sagte Denkhaus. Ob Filialen von der Liste genommen werden, sei völlig offen. Davon hängt auch ab, wie viele Beschäftigte letztlich ihren Job verlieren. Der Insolvenzplan geht derzeit von rund 1400 Jobverlusten aus, davon 450 in der Essener Zentrale. Galeria beschäftigt nach eigenen Angaben 12.800 Menschen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte deshalb zu einer Protestaktion vor dem Veranstaltungsort aufgerufen. 25 bis 30 Mitglieder der Bundestarifkommission der Gewerkschaft versammelten sich vor der Messe Essen. Marcel Schäuble, Verdi-Verhandlungsführer für Galeria, warf den Investoren Planlosigkeit vor: "Zu den Zielen für die Zukunft sind wenig ambitionierte Aussagen getroffen worden. Eigentlich nichts, was über die bekannten Planungen hinaus geht."

"Wir wollen nicht, dass die Wirtschaftlichkeit im Wesentlichen durch Kostensenkung erreicht werden soll", sagte Schäuble weiter. "Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass das bislang nicht zu dem Ziel geführt hat, das Warenhaus stabil aufzustellen." Es brauche vor allem ausreichende Investitionen.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte im Januar zum bereits dritten Mal innerhalb weniger Jahre einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Kaufhauskette war im Zuge der Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa in Schwierigkeiten geraten. Im April teilte der Konzern mit, dass ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und dem Unternehmer Bernd Beetz die Kaufhauskette übernehmen will.

M.Davis--TNT

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