The National Times - Chefin von Sozialverband VdK fordert deutliche Erhöhung des Mindestlohns

Chefin von Sozialverband VdK fordert deutliche Erhöhung des Mindestlohns


Chefin von Sozialverband VdK fordert deutliche Erhöhung des Mindestlohns
Chefin von Sozialverband VdK fordert deutliche Erhöhung des Mindestlohns / Foto: © AFP/Archiv

Die Vorsitzende des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat eine deutliche Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns gefordert. Sie sprach sich am Montag im ARD-Inforadio konkret für 14,33 Euro pro Stunde aus. Dies sei der Betrag, den ein Mensch erwirtschaften müsse, um später eine Altersrente über Grundsicherungsniveau zu erhalten.

Textgröße ändern:

Der Wirtschaftswissenschaftler Christoph Schröder vom Institut der Deutschen Wirtschaft warnte in der Sendung vor einer Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro, wie sie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) jüngst ins Gespräch gebracht hatte. Dies werde zu einem großen Lohndruck führen, was der Wirtschaft langfristig nicht viel nütze, sagte der Ökonom.

Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit bei 12,41 Euro pro Stunde. Scholz forderte vor kurzem, diesen schrittweise auf 15 Euro anzuheben - und löste damit eine Debatte aus. Scharfe Kritik übten Arbeitgeberverbände und der Koalitionspartner FDP. Für die Festlegung der Höhe des Mindestlohns ist normalerweise die sogenannte Mindestlohnkommission der Tarifpartner zuständig, gesetzliche Eingriffe sind jedoch möglich.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Iranische Anwältin Nasrin Sotudeh erhält Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte

Als erste Iranerin ist die Anwältin Nasrin Sotudeh mit dem Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet worden. Sotudeh, die sich gegen die Todesstrafe und gegen den Kopftuchzwang für Frauen im Iran einsetzt, erhielt den Preis für ihr Engagement "trotz wiederholter Verhaftungen, langer Haftstrafen und erheblicher persönlicher Risiken", begründete der Europarat am Montag in Straßburg seine Entscheidung. Die 63-jährige Anwältin brachte in einer Videobotschaft ihre Hoffnung auf "Freiheit" im Iran zum Ausdruck.

Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen: Ölpreis steigt deutlich

Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis Montag gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar - ein Plus von 4,2 Prozent. An den deutschen Tankstellen stieg der Benzinpreis übers Wochenende leicht an, der Dieselpreis sank minimal.

Startups in Deutschland sammeln in diesem Jahr deutlich mehr Investitionen ein

Mehr Geld für Startups in Deutschland: Junge Unternehmen haben in diesem Jahr bereits deutlich mehr Investitionen eingeworben als im Vorjahr. Bis September seien acht Milliarden Euro geflossen und damit schon jetzt 500 Millionen Euro mehr als 2025, teilte der Startup-Verband am Montag mit. "Das zeigt, was in Deutschland möglich ist", erklärte Vorstandsvorsitzende Verena Pausder. "Beim Wachstumskapital und vor allem bei großen Runden hängen wir international aber immer noch hinterher."

Ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte

Mehr als ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. In der Gesamtwirtschaft beträgt der Anteil 27 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Vor allem in vielen sogenannten Engpassberufen ist ihr Anteil aber deutlich höher - in der Lebensmittelherstellung, der Fleischverarbeitung, im Gerüstbau und bei Servicekräften in der Gastronomie.

Textgröße ändern: