The National Times - Grünheide: Gegner der Erweiterung des Tesla-Werks kündigen Widerstand an

Grünheide: Gegner der Erweiterung des Tesla-Werks kündigen Widerstand an


Grünheide: Gegner der Erweiterung des Tesla-Werks kündigen Widerstand an
Grünheide: Gegner der Erweiterung des Tesla-Werks kündigen Widerstand an / Foto: © AFP

Nach dem Votum der Gemeindevertretung in Grünheide für die Erweiterung des dortigen Tesla-Werks haben Gegner der umstrittenen Pläne Widerstand angekündigt. Die Bürgerinitiative Grünheide will den angepassten Bebauungsplan rechtlich prüfen lassen: "Wir lassen uns das nicht gefallen und wir werden weiter gegen die Erweiterung vorgehen", erklärte die Vorsitzende der Initiative, Manu Hoyer, am Donnerstagabend.

Textgröße ändern:

In ihren Augen habe es gravierende Verfahrensfehler gegeben, sagte Hoyer außerdem dem Sender RBB. So seien Änderungen nicht markiert und der Plan zu kurz ausgelegt worden. Vom Votum der Gemeindevertretung zeigte sich die Bürgerinitiative enttäuscht - Hoyer verwies auf das Ergebnis der Bürgerbefragung zur Tesla-Erweiterung im Februar. "Ich weiß nicht, was die Gemeindevertreter nicht verstehen - bei 62,1 Prozent Nein-Stimmen", sagte sie dem RBB.

Die Gemeindevertretung in Grünheide hatte am Donnerstagabend mehrheitlich für die umstrittene Erweiterung der Fabrik des US-Elektroautobauers gestimmt. Tesla kann somit an dem Werk unter anderem einen Güterbahnhof bauen. Dafür muss Wald gerodet werden, nach heftigen Protesten wurde die Fläche aber auf etwa 50 Hektar reduziert.

Bereits seit Ende Februar demonstrieren Umweltschützer im Wald in der Nähe des Werks gegen die Erweiterung und die damit einhergehende Rodung. Im selben Monat hatte sich die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Grünheide in einer Bürgerbefragung gegen die Erweiterung ausgesprochen. Diese Befragung war allerdings für die Gemeinde nicht bindend und bezog sich damals auf die ursprüngliche Fassung mit deutlich mehr Rodungsfläche. Eine neue Abstimmung über den veränderten Bebauungsplan ist nicht vorgesehen.

Das Bündnis "Tesla den Hahn abdrehen" kritisierte nun das Votum vom Donnerstagabend ebenfalls scharf. Das sei ein "herber Schlag für Wasserschutz und Demokratie" - die Vertretung habe das zuvor erfolgte demokratische Votum ignoriert. "Die heutige Entscheidung ist eine Katastrophe: Eine Autofabrik, die bereits heute das Trinkwasser von Menschen in Brandenburg und Berlin gefährdet, soll noch erweitert werden", erklärte die Sprecherin des Bündnisses, Karolina Drzewo. Die Politik stelle "Teslas Profite über den Trinkwasserschutz".

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen: Ölpreis steigt deutlich

Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis Montag gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar - ein Plus von 4,2 Prozent. An den deutschen Tankstellen stieg der Benzinpreis übers Wochenende leicht an, der Dieselpreis sank minimal.

Startups in Deutschland sammeln in diesem Jahr deutlich mehr Investitionen ein

Mehr Geld für Startups in Deutschland: Junge Unternehmen haben in diesem Jahr bereits deutlich mehr Investitionen eingeworben als im Vorjahr. Bis September seien acht Milliarden Euro geflossen und damit schon jetzt 500 Millionen Euro mehr als 2025, teilte der Startup-Verband am Montag mit. "Das zeigt, was in Deutschland möglich ist", erklärte Vorstandsvorsitzende Verena Pausder. "Beim Wachstumskapital und vor allem bei großen Runden hängen wir international aber immer noch hinterher."

Ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte

Mehr als ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. In der Gesamtwirtschaft beträgt der Anteil 27 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Vor allem in vielen sogenannten Engpassberufen ist ihr Anteil aber deutlich höher - in der Lebensmittelherstellung, der Fleischverarbeitung, im Gerüstbau und bei Servicekräften in der Gastronomie.

Ifo: Arbeitsmarkt stabilisiert sich - Firmen streichen etwas weniger Jobs

Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich: Laut Umfrage des Ifo-Instituts wollen die Unternehmen in Deutschland etwas weniger Jobs abbauen als bislang. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg von 94,8 Punkten im August auf 95,1 Punkte im September, wie das Ifo am Montag mitteilte. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, betonte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. In der Industrie und im Handel würden weiterhin Stellen abgebaut.

Textgröße ändern: