The National Times - Großbritannien: Unternehmen warnen vor verschärfter Einwanderungspolitik

Großbritannien: Unternehmen warnen vor verschärfter Einwanderungspolitik


Großbritannien: Unternehmen warnen vor verschärfter Einwanderungspolitik
Großbritannien: Unternehmen warnen vor verschärfter Einwanderungspolitik / Foto: © POOL/AFP

Wirtschaftsbosse haben den britischen Premierminister Rishi Sunak vor negativen Auswirkungen seiner verschärften Migrationspolitik auf den Hochschulsektor gewarnt. "Wir sind zutiefst besorgt über die Berichte zur wachsenden Finanzierungslücke in Forschung und Lehre", erklärten die Firmenchefs internationaler Konzerne am Donnerstag in einem offenen Brief. Dabei warnten sie auch vor stark rückläufigen Bewerberzahlen ausländischer Studierender.

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Premierminister Rishi Sunak und seine konservative Regierung kämpfen um Wählerstimmen für die bevorstehende Parlamentswahl. Dabei wächst der Druck des rechten Parteiflügels auf Sunak, die Migration nach Großbritannien weiter zu begrenzen. Eine Reihe von Maßnahmen wurden bereits eingeführt.

Unter anderem wird es ausländischen Studierende erschwert, Familienmitglieder mit nach Großbritannien zu bringen. Außerdem sollen Studierendenvisa nach dem Abschluss nicht mehr in ein Arbeitsvisum umgewandelt werden können. Vor den Unternehmenschefs hatten sich bereits die Universitäten kritisch geäußert und vor einem Rückgang der Bewerbungen gewarnt. Die Hochschulen sind finanziell die höheren Studierendengebühren ausländischer Studierender angewiesen.

Die Bosse von Siemens, dem französischen Rüstungsunternehmen Thales, den Rohstoffkonzerne Anglo American und Rio Tinto warnten nun vor dem Risiko, weniger Fachkräfte zu finden. Auch das regierungseigene Beratungsgremium für Migrationsfragen empfahl in dieser Woche, ausländischen Studierenden weiterhin einen Aufenthalt von bis zu zwei Jahren nach dem Abschluss zu ermöglichen.

Der rechte Flügel der Konservativen erklärte indes, dass Studierendenvisa als "Hintertür" genutzt werden, um sich Arbeitsplätze zu sichern. Insbesondere für Jobs, die keine Qualifizierung benötigen.

Nach Angaben der Regierung ist die Zahl der Familienmitglieder, die Studierende ins Vereinigte Königreich begleiten, in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 80 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Visumsanträge für Studentinnen und Studenten aus dem Ausland ging im ersten Quartal verglichen mit 2023 um mehr als 26.000 zurück.

S.Arnold--TNT

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