The National Times - Studie: Sieben der zehn klimaschädlichsten EU-Kohlekraftwerke 2021 in Deutschland

Studie: Sieben der zehn klimaschädlichsten EU-Kohlekraftwerke 2021 in Deutschland


Studie: Sieben der zehn klimaschädlichsten EU-Kohlekraftwerke 2021 in Deutschland
Studie: Sieben der zehn klimaschädlichsten EU-Kohlekraftwerke 2021 in Deutschland

Sieben der zehn klimaschädlichsten Kohlekraftwerke in Europa sind laut einer aktuellen Erhebung der britischen Denkfabrik Ember im Jahr 2021 in Deutschland betrieben worden. Die deutschen Kohlekraftwerke des Energiekonzerns RWE in Neurath und Niederaußem wurden bei den Emissionen demnach nur von dem polnischen Kohlekraftwerk Belchatow übertroffen, wie Ember am Freitag erklärte. Insgesamt waren Polen und Deutschland demnach für 53 Prozent der Emissionen im EU-Stromsektor verantwortlich.

Textgröße ändern:

Für die Erhebung werteten die Forscher Daten aus dem europäischen Emissionshandelssystem aus. Daran beteiligt sind neben den 27 EU-Mitgliedstaaten auch Island, Norwegen, Liechtenstein und Großbritannien. Laut den Daten stießen die sieben deutschen Kraftwerke unter den schmutzigsten zehn Kohlekraftwerken im Jahr 2021 insgesamt 106,3 Megatonnen Treibhausgase aus. Das RWE-Kohlekraftwerk in Niederaußem verzeichnete im vergangenen Jahr demnach eine Zunahme der Emissionen um deutliche 36 Prozent.

Insgesamt stiegen die Emissionen des EU-Stromsektors 2021 im Vorjahresvergleich um 64 Megatonnen, ein Anstieg um zehn Prozent. Die Emissionen von Kohlekraftwerken nahmen um 17 Prozent zu, das war das größte Plus seit Beginn des Emissionshandelssystems und der erste Anstieg seit 2015.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der Diskussion um eine längere Laufzeit für Kohlekraftwerke zur Stärkung der Energiesouveränität zeigten diese Zahlen, dass Kohle noch immer "eine große Bedrohung für das Klima" sei, erklärte Ember weiter.

"Sauberer Strom bis 2035 ist für die EU das Gebot der Stunde", erklärte die Ember-Analystin Harriet Fox. Eine Zunahme der Kohleverstromung dürfe nur vorübergehend sein. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, um so schnell wie möglich einen saubereren, billigeren und zuverlässigeren Energiemix zu schaffen", erklärte Fox weiter.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Bundesgerichtshof kippt Preiserhöhung bei Amazon Prime

Die Erhöhung der Preise für Amazon-Prime-Abos von 2022 ist unwirksam. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied am Donnerstag, dass die entsprechenden Bestimmungen nicht transparent genug waren. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte damit Erfolg. (Az. III ZR 205/25)

Hohe Dieselpreise: US-Regierung macht Druck auf Europäer

Um die hohen Dieselpreise zu senken, machen die USA Druck auf die Europäer. Ein US-Regierungsmitarbeiter sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Washington, es sei "im Interesse Europas, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten". Medienberichten zufolge will die Regierung von Präsident Donald Trump erreichen, dass große EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich ihre Dieselreserven freigeben.

Frankreich bringt Gesetz zu sexualisierter Gewalt auf den Weg

Sexueller Missbrauch soll in Frankreich künftig konsequenter geahndet werden als bisher. Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag mit der Debatte eines Gesetzentwurfs begonnen, der den Kampf gegen sexualisierte Gewalt stärken soll - von der Vorbeugung bis zur Wiedergutmachung. Auslöser des Gesetzes war der Fall der elf Jahre alten Lyhanna, die im Juni von einem Mann getötet worden war, gegen den mehrere Missbrauchsanzeigen vorlagen, die folgenlos geblieben waren.

Strompreise dürften leicht steigen: Übertragungsnetzentgelte werden 2027 angehoben

Die Strompreise in Deutschland dürften zum Jahreswechsel leicht steigen: Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber teilten am Donnerstag mit, dass die durchschnittlichen Übertragungsnetzentgelte voraussichtlich von aktuell 2,86 Cent auf 3,54 Cent im Jahr 2027 angehoben werden. Das Vergleichsportal Verivox rechnet mit nur einer leichten Steigerung der Stromkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher von 1,0 Prozent - je nach Wohnort könne sich der Anstieg aber sehr unterschiedlich auf die Stromrechnung auswirken.

Textgröße ändern: