The National Times - Verdi sieht "enorme" Streikbereitschaft beim Bodenpersonal der Lufthansa

Verdi sieht "enorme" Streikbereitschaft beim Bodenpersonal der Lufthansa


Verdi sieht "enorme" Streikbereitschaft beim Bodenpersonal der Lufthansa
Verdi sieht "enorme" Streikbereitschaft beim Bodenpersonal der Lufthansa / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Beginn des Streiks des Lufthansa-Bodenpersonals geht die Gewerkschaft Verdi von einer hohen Beteiligung aus. "Die Streikbereitschaft ist enorm", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky am Dienstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. Auch ein Sprecher in Frankfurt am Main sagte, die Gewerkschaft habe den Eindruck, dass es in den Betrieben "nicht viele gibt, die sich nicht daran beteiligen". "Wir würden das insgesamt als Erfolg bezeichnen".

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Die Gewerkschaft hoffe, dass durch den Warnstreik der Beschäftigten bei dem Konzern nun "ein Umdenken erfolgt", sagte der Sprecher in Frankfurt am Main weiter. Das zuletzt von der Lufthansa vorgelegte Angebot habe "relativ wenig mit unseren Forderungen zu tun gehabt". Auch Reschinsky sagte, Verdi erwarte bei den erneuten Verhandlungen am Mittwoch, "dass die Lufthansa ihr Angebot deutlich verbessert".

Der Streik des Bodenpersonals hatte am frühen Dienstagmorgen begonnen, er soll bis Mittwoch um 07.10 Uhr dauern. Betroffen sind im Passagierbereich die Lufthansa-Standorte Frankfurt am Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart. Nach Lufthansa-Angaben sind 100.000 Passagiere von dem Warnstreik betroffen. Die Airline hofft, zehn bis 20 Prozent der Flüge anbieten zu können.

Die Lufthansa bat um Verständnis für die Ausfälle und rief ihre Fluggäste auf, nur dann zum Flughafen zu fahren, wenn der jeweilige Flug nicht annulliert wurde. Sie verwies im Internetdienst X zudem auf die Möglichkeit, Tickets kostenlos online umzubuchen sowie innerdeutsche Flüge in einen Bahn-Gutschein umzutauschen.

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 25.000 Beschäftigten der Lufthansa am Boden. Die Gewerkschaft fordert mit Verweis auf Rekordgewinne der Lufthansa sowie auf die Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten 12,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr monatlich. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wird zudem eine konzerneinheitliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3000 Euro gefordert. Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden.

H.Davies--TNT

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