The National Times - EU einigt sich auf weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen

EU einigt sich auf weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen


EU einigt sich auf weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen
EU einigt sich auf weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen / Foto: © AFP/Archiv

Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten haben sich auf ein weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen geeinigt. Demnach soll der Füllstoff Amalgam ab 2025 nicht mehr bei Zahnbehandlungen genutzt werden dürfen, wie das Parlament am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, ein quecksilberfreies Europa zu schaffen und Bürger und Umwelt vor dem giftigen Stoff zu schützen.

Textgröße ändern:

Trotz möglicher Alternativen werden laut Europaparlament jährlich noch 40 Tonnen Quecksilber für die Herstellung von Zahnamalgam genutzt. Verboten sei es bisher nur bei der Behandlung von Kindern unter 15 Jahren und Schwangeren oder Stillenden.

Ab kommendem Jahr dann soll das weitreichende Verbot gelten. Mitgliedstaaten, die mehr Zeit für die Anpassung ihres nationalen Gesundheitssystems benötigen, werde eine begrenzte und befristete Ausnahmeregelung bis zum 30. Juni 2026 für die Verwendung, Herstellung und Einfuhr von Amalgam gewährt. Ausnahmen gebe es zudem, wenn ein Arzt die Behandlung mit dem quecksilberhaltigen Stoff für "unbedingt erforderlich hält", erklärte der Rat der Europäischen Union.

Darüber hinaus verständigten sich die Unterhändler darauf, die Herstellung, Einfuhr und den Export sechs quecksilberhaltiger Lampen ab Ende 2025 beziehungsweise Mitte 2026 zu verbieten.

In beiden Fällen braucht es nun noch die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Parlaments.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: