The National Times - Gewinne von Reederei Maersk brechen wegen Gewalt im Roten Meer ein

Gewinne von Reederei Maersk brechen wegen Gewalt im Roten Meer ein


Gewinne von Reederei Maersk brechen wegen Gewalt im Roten Meer ein
Gewinne von Reederei Maersk brechen wegen Gewalt im Roten Meer ein / Foto: © AFP

Die Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer setzen der dänischen Reederei Maersk massiv zu. Der Gewinn im vergangenen Jahr brach auf gut 3,8 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) ein, wie der Konzern mit Sitz in Kopenhagen am Donnerstag mitteilte. 2022 hatte er noch ein Plus von 29,2 Milliarden Dollar verbucht. Das Jahr 2024 bringe nun vor allem große "Unsicherheit".

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Der starke Gewinnrückgang geht auch auf die Entwicklung seit der Corona-Pandemie zurück: 2022 war die Nachfrage nach Seetransporten stark gestiegen. Ab Ende 2022 "normalisierte sich die hohe Nachfrage allmählich, als die Engpässe nachließen und die Verbrauchernachfrage zurückging", erklärte Maersk. 2023 gab es dann ein Überangebot in der Containerschifffahrt, das die Preise drückte.

Seit einigen Monaten kommt die Lage im Roten Meer hinzu. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen greifen immer wieder Frachtschiffe auf der wichtigen Transportroute von Asien nach Europa an. Viele Reedereien haben deshalb den Verkehr durch das Rote Meer und den Suezkanal eingestellt oder eingeschränkt und leiten Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika um, was etwa zwei Wochen länger dauert.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ist die Containerschifffahrt durch das Rote Meer im Jahresvergleich um fast 30 Prozent zurückgegangen. Vor dem Gaza-Konflikt wurden nach Angaben der Europäischen Union zwischen zwölf und 15 Prozent des weltweiten Verkehrs über diese Route abgewickelt.

Für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2023 verzeichnete Maersk einen Verlust von 456 Millionen Dollar. Bei Börsenauftakt am Donnerstag in Kopenhagen stürzte die Aktie der Reederei um 14,54 Prozent ab.

N.Johns--TNT

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