The National Times - Kriege und Arbeitskräftemangel: HDE sieht Konsum durch viele Risiken bedroht

Kriege und Arbeitskräftemangel: HDE sieht Konsum durch viele Risiken bedroht


Kriege und Arbeitskräftemangel: HDE sieht Konsum durch viele Risiken bedroht
Kriege und Arbeitskräftemangel: HDE sieht Konsum durch viele Risiken bedroht / Foto: © AFP

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht den Konsum in Deutschland durch eine Reihe von "unkalkulierbaren Risiken" bedroht. Dazu gehörten die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel, erklärte der Verband am Mittwoch. Verbandspräsident Alexander von Preen warnte vor diesem Hintergrund vor einem Rechtsruck im Land und den Gefahren einer "Politik der Ausgrenzung und Intoleranz".

Textgröße ändern:

"Vielen Branchen der deutschen Wirtschaft geht das Personal aus", warnte von Preen. Das müsse "Grund genug sein einzusehen, dass man mit der Ausgrenzung und der Verächtlichmachung von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, die ihr Glück in unserem Land suchen, den Holzweg beschreitet". Eine Politik, die auf Ausgrenzung oder Abschottung setze, schade der Zukunft des Einzelhandels in Deutschland. Er äußerte sich vor dem Hintergrund des Erstarkens der AfD.

Trotz der aufgezählten Herausforderungen erwartet der HDE, dass 2024 ein besseres Jahr wird als 2023. Der Verband rechnet mit einem realen Umsatzplus von einem Prozent im Jahresvergleich. In einer entsprechenden Umfrage unter 850 Handelsunternehmen geht demnach rund die Hälfte von stabilen oder steigenden Umsätzen aus. Gleichwohl würden die Kaufkraftverluste der vergangenen beiden Jahre damit nicht ausgeglichen.

Das Münchner Ifo-Institut veröffentlichte am Mittwoch Zahlen, wonach mehr konsumnahe Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen. Demnach stiegen die Preiserwartungen für diese Branchen von von 32,3 Punkten im Dezember auf 32,9 Punkte im Januar. Vor allem bei den konsumnahen Dienstleistern nahmen die Erwartungen spürbar zu. Im Einzelhandel hingegen sank der Anteil der Unternehmen, die Preisanhebungen planen.

Dabei dürften die Preise von Nahrungsmitteln und Getränken wieder etwas stärker anziehen, der Preisdruck bei den Bekleidungshändlern lässt hingegen nach. Hotelübernachtungen dürften teurer werden und auch in der Gastronomie ist weiterhin mit Preisanstiegen zu rechnen, wie das Ifo ausführte. Insgesamt dürfte die Inflation in den kommenden Monaten also nur langsam sinken, prognostizierte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

A.Wood--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: