The National Times - Automobilverband: Standort Deutschland ist Achillesferse der Transformation

Automobilverband: Standort Deutschland ist Achillesferse der Transformation


Automobilverband: Standort Deutschland ist Achillesferse der Transformation
Automobilverband: Standort Deutschland ist Achillesferse der Transformation / Foto: © AFP

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat den Industriestandort Deutschland als "Achillesferse" und "größte Schwachstelle" einer erfolgreichen Transformation bezeichnet. "Im zurückliegenden Jahr sind wir in vielen wichtigen Punkten nicht entscheidend weitergekommen: nicht in puncto wettbewerbsfähige Energiepreise, nicht beim Thema wettbewerbsfähiges Steuersystem, nicht beim Thema Bürokratieabbau", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Dienstag in Berlin. Die Politik verhalte sich durch einen Dauer-Krisenmodus zu defensiv und zu reagierend.

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Die Regierung schaffe es nicht, den Eindruck zu vermitteln, eine Strategie und ein klares Zielbild zu haben, fuhr der VDA fort. "Überregulierung" und Bürokratie lähmten Wachstum und Innovationskraft in Deutschland. "Das führt zu einem zunehmenden Vertrauensverlust – bei Industrie und Bevölkerung", mahnte Müller auf der Jahrespressekonferenz des Verbands.

Der VDA forderte eine Strategie, die Orientierung gibt und den Standort Deutschland international wettbewerbsfähig aufstellt. Dazu müssten Energiepartnerschaften sowie Handels- und Rohstoffabkommen geschlossen werden. Außerdem müsse die Bürokratie weiter abgebaut werden. Mit Blick auf das Wahljahr 2024 erklärte Müller: "Verliert Deutschland, verliert Europa weiter an Wirtschaftskraft, an Anziehungskraft, dann verlieren wir an Relevanz".

Derzeit rechnet der VDA für dieses Jahr mit einem Rückgang der Pkw-Verkäufe um ein Prozent auf dem deutschen Markt. Das wären 2,8 Millionen verkaufte Autos und laut VDA etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei könnte besonders der Absatz reiner E-Autos mit 14 Prozent der Prognose nach deutlich stärker zurückgehen.

Die Märkte in Europa (plus vier Prozent) und den USA (plus zwei Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (plus ein Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwartet der VDA einen moderaten Anstieg um zwei Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht.

O.Nicholson--TNT

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