The National Times - Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington

Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington


Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington
Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington / Foto: © AFP

Tausende Abtreibungsgegner sind in der US-Hauptstadt Washington bei einem alljährlichen "Marsch für das Leben" auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zeigten dabei am Freitag bei kaltem Winterwetter und Schneefall Schilder mit Slogans wie "Liebt das Leben", "Lasst ihre Herzen schlagen" und "Ich bin ein Verteidiger des Lebens". Einige Teilnehmer der Kundgebung riefen "Abtreibung ist Mord".

Textgröße ändern:

Die Demonstranten riefen zudem die Republikanische Partei dazu auf, sich im Wahljahr 2024 für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts einzusetzen. "Hey GOP, wir wählen zuerst für das Leben", stand auf einem Banner. GOP ist die Abkürzung für Grand Old Party, wie die Republikaner genannt werden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Abtreibungsgegnern vor eineinhalb Jahren einen wichtigen Sieg beschert: Der Supreme Court in Washington hob im Juni 2022 das landesweite Grundrecht auf Schwangerschaftsabbrüche auf. In der Folge verboten mehrere konservativ regierte Bundesstaaten Abtreibungen oder schränkten den Zugang stark ein.

Allerdings ist das Abtreibungsrecht ein Thema, mit dem die Demokraten von Präsident Joe Biden punkten können: Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der US-Bürger zumindest einen gewissen Zugang zu Abtreibungen aufrecht erhalten will. In mehreren Bundesstaaten stimmten die Wähler für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und fügten Abtreibungsgegnern damit schwere Niederlagen zu.

Die Demokraten, die sich für das Recht von Frauen auf einen Schwangerschaftsabbruch einsetzen, wollen das Thema bei den Kongress- und Präsidentschaftswahlen im November nutzen und Wähler mobilisieren. Eine besonders aktive Rolle spielt dabei Vizepräsidentin Kamala Harris, die landesweit für das Recht auf Abtreibungen werben will. Die Republikaner dagegen sind traditionell für ein schärferes Abtreibungsrecht - müssen aber befürchten, damit Wähler der politischen Mitte zu verprellen.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: