The National Times - Bürgerrat empfiehlt kostenfreies Mittagessen für Kinder und Lebensmittellabel

Bürgerrat empfiehlt kostenfreies Mittagessen für Kinder und Lebensmittellabel


Bürgerrat empfiehlt kostenfreies Mittagessen für Kinder und Lebensmittellabel
Bürgerrat empfiehlt kostenfreies Mittagessen für Kinder und Lebensmittellabel / Foto: © AFP

Ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder und eine staatliches Label für Lebensmittel - das wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger im Bereich Ernährung am meisten. Insgesamt neun Empfehlungen sprach der vom Bundestag eingesetzte Bürgerrat zum Thema "Ernährung im Wandel" nach Parlamentsangaben am Sonntag aus. Die 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten seit Ende September Fragen rund um das Thema diskutiert, Empfehlungen erarbeitet und nun über diese abgestimmt.

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Die meiste Zustimmung erhielt das kostenfreie Mittagessen für Kinder. "Wir empfehlen, kostenfreies und gesundes Mittagessen bundesweit an Kitas und Schulen für alle Kinder und Jugendlichen täglich bereitzustellen", heißt es in dem Empfehlungspapier des Bürgerrats. Damit solle eine gute Ernährung von Kinder gefördert und Mangelernährung entgegengewirkt werden. Auch mehr Chancengleichheit erhofft sich der Bürgerrat davon: "Denn gesundes Essen ist oft zu teuer für einkommensschwächere Familien."

Am zweithäufigsten Zustimmung bekam ein staatliches, verpflichtendes Label für Lebensmittel. Dieses soll die Bereiche Klima, Tierwohl und Gesundheit berücksichtigen. Es soll laut Papier "die Verbraucherinnen und Verbraucher durch mehr Transparenz dabei unterstützen, sich für gesündere Lebensmittel und einen bewussteren Einkauf zu entscheiden".

Der Bürgerrat empfiehlt zudem die Verpflichtung von Supermärkten zur Weitergabe von genießbaren Lebensmitteln. Damit solle bezweckt werden, "dass möglichst wenig genießbare Lebensmittel weggeworfen werden", heißt es. Weitere Empfehlungen sind unter anderem die Schaffung eines staatlich kontrollierten Tierwohllabels, die Streichung der Mehrwertsteuer für gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse sowie eine Altersgrenze für Energydrinks.

Die Mitglieder des Bürgerrats waren ausgelost worden und tagten seit September dreimal in Präsenz und sechsmal online. Ein wissenschaftlicher Beirat unterstützte sie bei ihrer Arbeit. Ein ausformuliertes Gutachten soll Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) Ende Februar übergeben werden, dieses wird dann an die zuständigen Parlamentsgremien weitergegeben - die Empfehlungen sind allerdings nicht bindend.

Bas dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Arbeit. Diese hätten durch ihre Empfehlungen "wichtige Impulse für unsere parlamentarische Arbeit gegeben". Bei dem Gremium handelte es sich um den ersten vom Bundestag beschlossenen Bürgerrat. Bas bezeichnete ihn deshalb als "gelungenes und innovatives Beispiel für lebendige Demokratie".

N.Johns--TNT

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