The National Times - US-Flugaufsicht ordnet nach Notlandung Überprüfung von 170 Boeing-Maschinen an

US-Flugaufsicht ordnet nach Notlandung Überprüfung von 170 Boeing-Maschinen an


US-Flugaufsicht ordnet nach Notlandung Überprüfung von 170 Boeing-Maschinen an
US-Flugaufsicht ordnet nach Notlandung Überprüfung von 170 Boeing-Maschinen an / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Nach der Notlandung einer Boeing 737 MAX 9 im Bundesstaat Oregon hat die US-Flugaufsichtsbehörde FAA für rund 170 Maschinen des Typs sofortige Überprüfungen angeordnet. Diese würden vier bis acht Stunden pro Flugzeug in Anspruch nehmen, teilte die FAA am Samstag im Kurzbotschaftendienst X (früher Twitter) mit. Zuvor hatte bereits die US-Fluglinie Alaska Airlines angekündigt, ihre Flugzeuge der Baureihe vorerst am Boden zu lassen.

Textgröße ändern:

"Vorsorglich" würden alle 65 Boeing 737-9 der eigenen Flotte vorerst aus dem Verkehr gezogen, teilte der Chef von Alaska Airlines, Ben Minicucci, mit. Als Grund nannte er die Notlandung des Flugzeugs mit 177 Menschen an Bord am Freitag am internationalen Flughafen von Portland.

Die Maschine von Flug Nummer 1282 war in Portland im Nordwesten der USA gestartet und auf dem Weg nach Ontario in Kalifornien, als nach Angaben von Passagieren kurz nach dem Start ein Teil der Kabinenwand rausflog. Daraufhin kehrte das Flugzeug um und legte rund 20 Minuten später in Portland eine Notlandung hin. Das Kabinenpersonal sprach nach Angaben der Flugaufsicht von einem "Druck"-Problem.

Im Internet verbreitete Fotos zeigten die herausgeflogene Vertäfelung und Sauerstoffmasken, die von der Decke des Flugzeuges hingen. Ein Passagier berichtete dem Sender CNN, das Teil sei kurz nach dem Start rausgeflogen: "Es kam wirklich plötzlich. Wir gewannen gerade an Höhe und die Fensterwand verschwand und wir merkten es erst, als die Sauerstoffmasken rausfielen."

Eine Passagierin berichtete der "New York Times", sie sei bei dem Flug durch ein lautes Geräusch geweckt worden. "Ich habe meine Augen geöffnet und als erstes die Sauerstoffmaske direkt vor mir gesehen." Sie fügte hinzu: "Und dann habe ich nach links geschaut und die Flugzeug-Wand an der Seite war weg." Sie habe gedacht, sie würde sterben.

Alle Flugzeuge würden erst nach einer vollständigen Wartung und Sicherheitscheck wieder in Betrieb genommen, versicherte Minicucci nach dem Vorfall. Dies könnte in ein paar Tagen der Fall sein. Auch die Flugsicherheitsbehörden nahmen eigene Untersuchungen auf. Boeing bot Hilfe bei den Ermittlungen an.

Die Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX hatten nach zwei Abstürzen 2018 und 2019 am Boden bleiben müssen. Auch zuletzt hatte Boeing mehrfach technische Probleme mit dem Flieger.

N.Roberts--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: