The National Times - Studie: Rückschlag für Bemühungen um mehr Frauen in Dax-Vorständen

Studie: Rückschlag für Bemühungen um mehr Frauen in Dax-Vorständen


Studie: Rückschlag für Bemühungen um mehr Frauen in Dax-Vorständen
Studie: Rückschlag für Bemühungen um mehr Frauen in Dax-Vorständen / Foto: © AFP

Die Bemühungen um einen höheren Frauenanteil in den Vorständen der Dax-Unternehmen haben einer Studie zufolge im vergangenen Jahr einen Rückschlag erlitten. Wie die Unternehmensberatung Russell Reynolds Associates am Mittwoch auf der Grundlage einer Analyse der Vorstandsgremien der 40 Firmen mitteilte, übertraf die Zahl der ausscheidenden Frauen erstmals die der Neubesetzungen (neun versus acht). Keine der ausgeschiedenen weiblichen Vorstände ging demnach durch das Erreichen der Altersgrenze.

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Wie die Studie weiter ergab, waren sieben von neun ausgeschiedenen weiblichen Dax-Vorständen drei Jahre oder noch weniger im Amt, während bei den Männern nur 15 Prozent so früh wieder ausschieden. Nur ein Drittel der ausgeschiedenen weiblichen Vorstände bekleidet außerdem nach dem Ausscheiden zum Stichtag 1. Januar 2024 wieder einen Vorstandsposten.

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass der Frauenanteil in den Dax-Unternehmen bei derzeit bei rund 23 Prozent stagniert, nachdem die gesetzliche Quote erfüllt ist. Das Zweite Führungspositionen-Gesetz schreibt vor, dass in den Vorständen börsennotierter paritätisch mitbestimmter Unternehmen ab vier Mitgliedern mindestens eine Frau im Vorstand vertreten sein muss.

"Wir beobachten in den Vorständen eine vergleichbare Entwicklung wie seinerzeit in den Aufsichtsräten: Mit der Erfüllung der Quote findet der positive Trend ein Ende", erklärte Jens-Thomas Pietralla von Russell Reynolds Associates zu den Studienergebnissen. So brach der Anteil weiblicher Neubesetzungen in den Vorständen der Dax-Firmen im vergangenen Jahr verglichen mit der zweiten Hälfte des Vorjahres um zwei Drittel ein.

Auch bei der Rollenverteilung seien die Dax-Unternehmen "in alte Muster" zurückgefallen, heißt es in der Auswertung der Ergebnisse. Während 2022 noch vermehrt Frauen in Vorstandspositionen mit Ergebnisverantwortung aufrückten, sei es 2023 vorwiegend wieder das besonders häufig von Frauen geführte Vorstandsressort Personalwesen/HR gewesen, das mit Frauen besetzt worden sei - hier waren es 50 Prozent der neu bestellten Frauen.

Auch über den Frauenanteil hinaus habe die Diversität gelitten, teilte das Beratungsunternehmen mit. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ging der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern zurück.

S.Cooper--TNT

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