The National Times - Branchenverband: 2023 mehr als eine Million neue Solaranlagen installiert

Branchenverband: 2023 mehr als eine Million neue Solaranlagen installiert


Branchenverband: 2023 mehr als eine Million neue Solaranlagen installiert
Branchenverband: 2023 mehr als eine Million neue Solaranlagen installiert / Foto: © AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mehr als eine Million neue Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung installiert worden. Das seien mehr als jemals zuvor, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am Dienstag mit. Rund ein Viertel (270.000) davon waren demnach Steckersolargeräte, sogenannte Balkonkraftwerke. Das war mehr als eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr.

Textgröße ändern:

Der Anteil der Balkonkraftwerke an der gesamten neu installierten Solarleistung war dabei eher gering: Er betrug nur knapp zwei Prozent an der 2023 insgesamt in Deutschland neu installierten Photovoltaik-Leistung, wie der BSW mitteilte. Auf Dächern und Freiflächen wurden demnach Anlagen mit einer Spitzenleistung von insgesamt 14 Millionen Kilowattstunden neu in Betrieb genommen. Rund die Hälfte dieser neu installierten Leistung entstand auf Eigenheimen.

In Deutschland sind laut BSW inzwischen rund 3,7 Millionen Photovoltaik-Systeme installiert. Sie produzierten im vergangenen Jahr 62 Milliarden Kilowattstunden und deckten damit rund zwölf Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Die 14 Milliarden Kilowattstunden Leistung, die 2023 neu installiert wurden, bedeuten den Angaben zufolge einen Anstieg um 85 Prozent im Vergleich zu 2022.

Auch für dieses Jahr rechnet der Verband mit einer hohen Nachfrage nach Solaranlagen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des BSW können sich 69 Prozent der Eigentümer von Wohnimmobilien, die über geeignete Dachflächen verfügen, vorstellen eine Solaranlage auf ihrer Dachfläche zu errichten. 16 Prozent planen dies demnach bereits in den kommenden zwölf Monaten.

Lewis--TNT

Empfohlen

Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid

Wenige Tage nach der Zwangsräumung einer 87-Jährigen in Madrid haben tausende Menschen in der spanischen Hauptstadt für bezahlbaren Wohnraum und mehr Mieterschutz demonstriert. Bilder davon, wie Maricarmen Abascal am Mittwoch auf einer Trage aus ihrer Wohnung geholt wurde, haben die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Spanien neu entfacht. "Du könntest die nächste Maricarmen sein" und "Keine einzige Maricarmen mehr", hieß es auf Bannern bei der Demonstration am Samstag.

Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz

Zum Austausch eines defekten Reaktordeckels hat der Stromkonzern EDF den Druckwasser-Atomreaktor im französischen Flamanville am Samstag für knapp ein Jahr vom Netz genommen. Es ist zugleich der Beginn einer größeren Routinekontrolle des Ende 2024 in Betrieb genommenen Reaktors, wie EDF mitteilte.

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Textgröße ändern: