The National Times - Schweizer sollen über Importverbote für Stopfleber und Pelze abstimmen

Schweizer sollen über Importverbote für Stopfleber und Pelze abstimmen


Schweizer sollen über Importverbote für Stopfleber und Pelze abstimmen
Schweizer sollen über Importverbote für Stopfleber und Pelze abstimmen / Foto: © AFP

Die Schweizer sollen in einer Volksabstimmung über Importverbote für Stopfleber und Pelze entschieden. Die Tierschutzorganisation Alliance Animale Suisse (AAS) teilte am Donnerstag mit, dass sie die nötigen mehr als 100.000 gültige Unterschriften gesammelt und eingereicht habe. Für ein Stopfleberverbot kamen demnach 106.448 Unterschriften zusammen, für ein Pelzverbot 116.140. Die Regierung muss die Unterschriften nun überprüfen und dann einen Abstimmungstermin festlegen.

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In der Schweiz sind die Stopfmast von Enten und Gänsen sowie die Produktion von Stopfleber seit mehr als 40 Jahren verboten, die Einfuhr allerdings nicht. In der Weihnachtszeit ist Stopfleber vor allem in der französischsprachigen Westschweiz ein beliebtes Gericht. Die Initiative "Ja zum Importverbot von Stopfleber" will nun per Volksabstimmung die Schweizer Verfassung ändern, um ein Importverbot durchzusetzen.

Das Schweizer Parlament hatte erst im September gegen ein Einfuhrverbot von gestimmt. Hersteller müssen stattdessen künftig Angaben zu ihren Produktionsbedingungen auf der Verpackung machen. Ein striktes Importverbot könnte nach Einschätzung der Abgeordneten dazu führen, dass die Menschen für den Kauf von Stopfleber nach Frankreich fahren und so den Schweizer Händlern schaden.

Mit jährlich 200.000 Kilogramm importierter Gänseleber sei die Schweiz einer der Hauptimporteure von Stopfleber, kritisierten die Tierschützer. Jedes Jahr würden allein für den Schweizer Markt 400.000 Enten und 12.000 Gänse getötet. Es könne nicht sein, "dass den Schweizer Produzenten unter Strafandrohung verboten wird, Stopfleber zu produzieren, diese aber von ausländischen Produzenten hergestellt und importiert werden darf".

Nach Angaben der zweiten Initiative "Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte" werden in die Schweiz jährlich 350 Tonnen Pelze importiert. Dafür müssten rund 1,5 Millionen Tieren geschlachtet werden. Mehr als die Hälfte der importierten Pelze stamme aus China, wo die Tiere "schrecklichen Haft- und Tötungsbedingungen" ausgesetzt seien und teilweise noch lebend gehäutet würden.

T.Ward--TNT

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