The National Times - 5,5 Prozent mehr Lohn: Arbeitgeber und IG Metall einigen sich auf neuen Tarifvertrag

5,5 Prozent mehr Lohn: Arbeitgeber und IG Metall einigen sich auf neuen Tarifvertrag


5,5 Prozent mehr Lohn: Arbeitgeber und IG Metall einigen sich auf neuen Tarifvertrag
5,5 Prozent mehr Lohn: Arbeitgeber und IG Metall einigen sich auf neuen Tarifvertrag / Foto: © AFP/Archiv

In den Verhandlungen um Lohnerhöhungen und verkürzte Arbeitszeiten in der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben sich die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht zu Samstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Dieser sieht eine Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 3000 Euro in zwei Schritten sowie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent ab dem 1. Januar 2025 vor, wie die IG Metall in Düsseldorf mitteilte.

Textgröße ändern:

Weiter soll zur Sicherung der Beschäftigung die reguläre Arbeitszeit kollektiv von 35 auf bis zu 32 Stunden abgesenkt werden können, wofür Beschäftigte teilweise einen Lohnausgleich erhalten. Die Einigung sieht zudem die Möglichkeit vor, die individuelle Arbeitszeit auf 33,6 Stunden abzusenken. Wer älter als 60 Jahre ist, soll auch hierfür teilweise einen Lohnausgleich erhalten.

Der neue Tarifvertrag sei "zukunftsweisend für die Stahlindustrie", erklärte IG-Metall-Vorstandsmitglied Nadine Boguslawski. "Die Optionen für Arbeitszeitverkürzungen mit Entgeltausgleichen sind ein Vorbild", betonte sie. Die kurze Vollzeit mit Entgeltausgleich entlaste ältere Beschäftigte, zudem mache die Möglichkeit einer finanzierten 32-Stunden-Woche "Beschäftigung im Umbruch der Branche sicherer".

Die IG Metall Nordrhein-Westfalen führt Flächentarifverhandlungen für die Stahl- und Eisenindustrie in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen. Die Tarifverträge gelten nach Angaben der Gewerkschaft für rund 68.000 Beschäftigte. Für die ostdeutsche Stahlindustrie und die Beschäftigten im Saarland wird separat verhandelt.

Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach Lohnerhöhungen und einer 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich in die Verhandlungen gegangen, was die Arbeitgeber als nicht umsetzbar ablehnen. Anfang Dezember kam es vor dem Hintergrund der stockenden Tarifverhandlungen zu ersten Warnstreiks in der nordwestdeutschen Stahlindustrie.

N.Roberts--TNT

Empfohlen

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch millionenschweren Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag angesetzten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro) zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Textgröße ändern: