The National Times - Scholz hofft auf starkes Signal an Putin bei EU-Gipfel

Scholz hofft auf starkes Signal an Putin bei EU-Gipfel


Scholz hofft auf starkes Signal an Putin bei EU-Gipfel
Scholz hofft auf starkes Signal an Putin bei EU-Gipfel / Foto: © AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will beim EU-Gipfel ein deutliches Signal an den russischen Präsidenten Wladimir Putin senden. Er setze auf "ein ganz wichtiges Zeichen von diesem Gipfel", dass die Europäische Union die Ukraine weiterhin unterstütze, sagte Scholz am Donnerstag in Brüssel. Dafür sei es wichtig, dass alle die gute Absicht zeigten, "sich zu einigen", betonte er mit Blick auf Ungarn.

Textgröße ändern:

Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen waren vor dem Gipfel nach EU-Angaben mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban zusammenkommen. Dieser bekräftigte danach seinen Widerstand gegen gemeinsame Milliardenhilfen von 50 Milliarden Euro für die Ukraine und Beitrittsverhandlungen mit Kiew.

Scholz lehnte es ab, inhaltlich über das Frühstück mit Orban zu berichten. Deutschland unterstütze die Ukraine-Vorschläge sehr, bekräftigte der Kanzler. Sie erfordern Einstimmigkeit der 27 EU-Mitgliedsstaaten, Orban hat damit ein Vetorecht.

Ablehnend äußerte sich Scholz erneut über eine Aufstockung des bis 2027 laufenden EU-Haushaltsrahmens über die Ukraine-Hilfen hinaus. Es könne "in Europa nicht darum gehen, sehr große zusätzliche Ausgaben zu beschließen", sagte der Kanzler. Deutschland habe mit dem Haushaltskompromiss von Mittwoch nur das vollzogen, was viele Länder täten: die "Reduzierung von Ausgabepositionen", betonte der SPD-Politiker.

Portugals Regierungschef Antonio Costa sagte dagegen, er hoffe nach der Berliner Einigung auf eine "offenere Haltung Deutschlands". Die Südeuropäer und Frankreich hoffen auf zusätzliche Milliarden für Zukunftstechnologien und die Migration, wie sie auch die EU-Kommission gefordert hatte.

F.Adams--TNT

Empfohlen

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch millionenschweren Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag angesetzten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro) zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Textgröße ändern: